Leichtathletik
Fast 700 Teilnehmer aus 134 Vereinen, die rund 1000 Meldungen abgaben, überrannten die Organisatoren beim Sportfest des Kreis-Leichtathletik-Ausschusses in der Körnighalle. Dabei wurden auch Mängel – zum Teil Kleinigkeiten -  deutlich, die nicht alle unter „Kinderkrankheiten“ abzuhaken sind, aber nicht sämtlich dem Veranstalter und den Organisatoren angelastet werden können. Sie hätten jedoch bei der Abnahme auffallen müssen.  Zweimal fiel  auf der Südseite der Halle der Strom aus, so dass die Rechner in Mitleidenschaft gezogen wurden, die ausgeklügelte Software angesichts des Ansturms ins Trudeln kam und die Drucker ausfielen. Die Kugelstoß-Wettbewerbe konnten nicht durchgeführt werden, denn die Balken waren nicht an den Ringen   zu befestigen, da die dafür vorgesehenen Löcher beim Verlegen des Bodenbelags zugeschmiert wurden. Auf der nördlichen Sprintgeraden waren die Hürdenabstände falsch markiert, so dass man auf das gute alte Bandmaß zurückgreifen musste. Auch die fehlende Lichtschranke im Zielbereich konnte nicht kurzfristig beschafft werden. Dem engagierten Einsatz des Kampfgerichts ist es zu verdanken, dass der zunächst aus den Fugen beratene Zeitplan schließlich noch eingehalten werden konnte.

Alle Beteiligten waren sich jedoch sicher, dass alle Mängel bis zum nächsten Sportfest an 19. Januar behoben sein werden.Das alles hinderte die Athleten nicht, zum Teil hervorragende  Leistungen abzuliefern. Patricia de Graat, deren Training zur Zeit vor allem auf Ausdauer ausgerichtet ist, lief die 400 Meter in viel versprechenden 58,79 Sekunden und Franziska Käppler wurde mit 58,93 gestoppt. Da zeichnen sich Erfolg versprechende 4 x 400 - und 3 x 800 – Meter – Staffeln der LG Olympia ab.Die U 20-Hürdensprinterin Marissa Linnert (TSV Kirchlinde) überraschte durch ausgezeichnete 8,90 Sekunden über 60 – Meter – Hürden. In 9,00 Sekunden folgte Lilian Tösmann (Teutonia Lanstrop). Annalotta Dunke (TSV Kirchlinde) sprintete in der U 16 in 8,31 Sekunden auf Rang 2 und Milena Sprung (Teutonia Lanstrop) lief als Dritte gute 8,38 Sekunden. In Glanzform präsentierte sich bereits die vielseitige Samira Attermeyer (LGO), die auf Anhieb in der U 18 Anschluss fand. Sie flog mit 5,72 Metern zum Weitsprungsieg und verpasste mit 8,09 Sekunden nur um neun Hundertstel den 60-Meter-Erfolg. Die 200 Meter der Frauen rannte Annika Bornemann (Teutonia Lanstrop) in 25,83 Sekunden.Viel versprechende Zeiten verbuchten die Mittelstreckler. Hannes Fahl erfüllte mit   1:58,65 Minuten die 800 – Meter-Norm für die deutschen Jugend-Hallen-Meisterschaften. Paul Gröver machte in der M 15 über 800 Meter Tempo, bis er auf der Zielgeraden dem heran stürmenden Robert Rutz aus Herford weichen musste. Dennoch konnte er sich über seine Bestzeit von 2:08,23 Minuten freuen. Imponierend die 2:25,85 Minuten der WU 16 – Siegerin Nihal Benchellal (alle LGO).  Mz  
Die Vorbereitungen für den internationalen Städtekampf am 6. März in der Körnighalle sind gerade angelaufen, da erreicht Gerhard Niemeyer, der auch dieses Mal bei der Organisation dieser Traditionsveranstaltung mitwirkt, die traurige Nachricht, dass Nemeslaki Tividar, kurz „Tivi“ genannt,  plötzlich  verstorben ist. Der 70jährige hatte noch wenige Tage zuvor Niemeyer telefonisch in seinem gebrochenen Deutsch das Kommen der ungarischen Mannschaft angekündigt und wie stets mitgeteilt: „Habe ich wieder starke Athleten  dabei.“ Tivi war die Seele des Teams aus Budapest und  sorgte dafür, dass seine Athleten stets rechtzeitig  an den Wettkampfanlagen antraten.

Bei den Gegenbesuchen betreute er die  Dortmunder Leichtathleten und las ihnen jeden Wunsch von den Augen ab. „Ich bin schockiert, denn Tivi war eine Bereicherung für den Städtekampf, und persönlicher Freund. Ich hoffe, dass sein Nachfolger in gleicher Weise die Kontakte nach Dortmund pflegen wird.“, sagte Niemeyer. Mz. 

Louis Robertz Im münsterländischen Clarholz treffen sich alljährlich leistungsstarke Hochspringer, und für  Louis Robertz (LG Olympia) war es bei seinem Einstieg in die MU 18 die richtige Bühne, um sich mit starker Konkurrenz zu messen. Der 16jährige begann den Wettbewerb bei 1,76 Metern und überwand bis  1,86 Meter alle Höhen auf Anhieb. Als er die  1,95 Meter in Angriff nahm, hatten seine Konkurrenten bereits ihre Tasche gepackt. Unbelastet ging er diese Höhe , die er bisher noch nicht übersprungen hatte, an und im dritten Versuch flog er darüber. Damit überwand er seine eigene Körpergröße, eine Marke, die jeder Hochspringer anstrebt,   um zwei Zentimeter. „Das ist sicher nicht meine Grenze.“, meinte er selbstbewusst und dem pflichtete auch Trainer Oliver Kunz bei. 

Die Stabhochspringer hatten für ihren Saisoneinstieg das „Operning“ in Leverkusen gewählt. Dort machte Zoe Jakob bereits ihre gute Frühform deutlich. Sie meisterte mit dem zweiten Anlauf 4,00 Meter und verpasste ihre bisherige Freiluft-Bestmarke nur um zehn Zentimeter. Gleichzeitig erfüllte sie auf Anhieb die Anforderungen für die deutschen Jugend-Hallen-Meisterschaften. In der MU 20 begann Jonas Wolf die Wintersaison mit 4,60 Metern und verdiente sich ebenfalls die Fahrkarte nach Neubrandenburg. Bei seinem Debüt im LGO – Dress gefiel Till Marburger in der MU 18 durch 4,50 Meter. Zehn Zentimeter muss er noch zulegen, wenn er in Neubrandenburg dabei sein will. Noch nicht rund lief es dagegen für Constantin Rutsch, der sich mit 4,70 Meter begnügen musste. Für ihn wird es nach dem Aufrücken in die MU 23 – Kategorie gegen starke Konkurrenten in Zukunft sehr schwierig. Ihre kürzlichen 3,00 Meter bestätigte Vianne Wilke (WU 16) als Zweite durch 2,90 Meter.  Mz

Clarholz, Hoch W 15: 2. Marie Schulte im Walde 1,48 m -Leverkusen, Stabhoch, WU 16: 5. Mia Rabsch 2,40 m – WU 20: 6. Lea Laux 3,15 m – M 12: Noel Cheishvili (alle LGO)  2,30 m .       

Helmut Körnig Halle Totale 20.12.19 ji KreisDen Dortmunder Leichtathletik-Vereinen blieb es vorbehalten in der renovierten Körnighalle zu einem Probelauf anzutreten, um vor den kommenden Großveranstaltungen Schwachstellen zu erkennen und noch rechtzeitig abzustellen.Das erwies sich als richtig, denn es waren noch eine Reihe von Kleinigkeiten zu beheben. So wurde festgestellt, dass im Ziel eine Lichtschranke fehlt, die noch in kurzer Zeit herangeschafft werden muss.

Auf der Sprintgeraden war noch ein Kabel nachzurüsten. Besonders kritisch ist, dass die Geländer der Tribünen noch nicht vollständig sind, so dass diese aus Sicherheitsgründen zum Teil nicht benutzt werden können. Die Verpflegungstheken sind zwar vorhanden, doch fehlt der Strom – und Wasseranschluss. Da ist Eile geboten.Eindrucksvoll ist das neue Konzept für die Abwicklung der Wettkämpfe, die fast vollständig digital erfolgt. So ist schon in der Ausschreibung einer Veranstaltung in jedem Wettbewerb die maximal möglich Teilnehmerzahl angegeben. Darüber hinaus gehende Meldungen werden nicht mehr angenommen, so dass Zeitplanüberziehungen nahezu ausgeschlossen sind.

Sprint Helmut Körnig Halle1 jiKreisDiese Frau ist momentan wohl das Gesicht des deutschen Frauen-Sports überhaupt. Weitsprung-Star Malaika Mihambo, die Anfang Dezember erst zu „Deutschlands Sportlerin des Jahres 2019“ gekürt wurde, ist das glamouröse Covergirl des PSD Bank Indoor Meeting in Dortmund.


Die Welt- und Europameisterin tritt am 9. Februar gegen erfolgreiche Sprint-Spezialistinnen über 60 Meter an und wird in diesem Aufeinandertreffen zeigen, dass sie nicht ohne Grund, als schnellste Weitspringerin der Welt gehandelt wird. Weltmeisterin. Europameisterin. Deutschlands Sportlerin des Jahres. Weitspringerin Malaika Mihambo ist spätestens seit diesem Sommer ein Name, den Sport-Deutschland kennt.
Die 25-Jährige von der LG Kurpfalz sprang sich in diesem Jahr mit gleich mehreren Sieben Meter-Sprüngen ins Rampenlicht. Ihr weitester Sprung gelang ihr zum Saisonhöhepunkt. 7,30 Meter – der zweitweiteste Sprung, der je für eine deutsche Weitspringerin gemessen wurde, er war bei der Weltmeisterschaft in Doha Gold wert. Malaika Mihambo, deren Vorname in Swahili „Engel“ bedeutet, ist eine Sportlerin, die die Leichtathletik in ihrer Gesamtheit präsentieren kann. Die ihr Glamour verleiht. Ausdruck. Ein Gesicht, das in diesem Jahr auch schon in der Deutschen „Vogue“ abgebildet war. Eine Frau, die aktuell beliebter Gast in diversen Quiz- oder Talksendungen ist. Eben auch, weil sie weit mehr ist als Sportlerin.

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