Leichtathletik

Schlepp Norbert jiDas war sie schon wieder – die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Doha ist zu Ende! Monatelang haben sich Athletinnen und Athleten, Betreuerinnen und Betreuer sowie Funktionärinnen und Funktionäre darauf vorbereitet und zu ihrem Gelingen beigetragen. Und nun ist sie bereits wieder vorbei. Wie soll man sie bewerten? Ich will das anderen überlassen.

Ein Höhepunkt aus deutscher Sicht war sicherlich der 5.000-Meter-Lauf von Konstanze Klosterhalfen. Mit ihrem mutigen und wohl überlegt erscheinenden Lauf hat uns die junge Leverkusenerin alle begeistert. Sie hat sich in einer übermächtig erscheinenden Gruppe afrikanischer Läuferinnen behauptet und hat sich in unser aller Herzen gelaufen. Sie war eine Werbung für die Leichtathletik. Danke, Konstanze!

So sehr wir ihr für die Zukunft alles Gute wünschen und uns noch auf viele Erfolge mit ihr freuen, muss man doch feststellen, dass über ihr so etwas wie ein Damoklesschwert schwebt. Noch während der Weltmeisterschaft wurde nämlich bekannt, dass Alberto Salazar wegen eines Doping- Vergehens von der US-Anti-Doping-Agentur für vier Jahre gesperrt wurde. Alberto Salazar ist der Chef einer Trainingsgruppe von Leichtathleten in den USA, des "Nike Oregon Projekts", der auch Konstanze Klosterhalfen angehört. Obwohl sie selbst über jeden Doping-Verdacht erhaben ist, könnte sie damit dennoch in das Räderwerk des Anti-Doping-Regelwerks geraten.

Stefanie Trottenberg und Michael Erbe jiObwohl der Wetterbericht nichts Gutes verhieß, blieb es beim 8. Volkslauf des TV Mengede trocken, sodass Wilhelm Tackenberg, der 1. Vorsitzende des TV Mengede und Nazim Özbay von der Volksbank Nordwest eG, die der Hauptsponsor der Veranstaltung war, 600 Läuferinnen und Läufer begrüßen können. Damit hat sich diese Veranstaltung inzwischen fest in der Dortmunder Laufszene etabliert und ist sicherlich noch weiter ausbaufähig.

Da Vorjahressieger Sascha van Staa (LC Rapid), der momentan eine Wettkampfpause einlegt, fehlte, war auf der 10km-Distanz der Weg frei für Maurice Eisfeld, der in 37:44 Minuten als überlegener Sieger das Ziel erreichte. Wesentlich knapper fiel die Entscheidung bei den Damen aus. Sarah Bialek hatte in 44:46 Minuten nur acht Sekunden Vorsprung vor Inga Buschhaus (44:54 Min.).

Tank Regina jiNoch bevor in einigen Wochen auf dem neuen Teilstück der Autobahn A 46 zwischen Velmede-Nuttlar und Olsberg die Autos rollen, nahmen die Langstreckler die neue Piste beim „A 46 – Run“ bereits in Besitz.

Dass die neue Autobahn über ein ständiges Auf und Ab führt, werden die Autofahrer demnächst kaum merken, aber für die über 2200 Läuferinnen und Läufer war es eine harte Herausforderung. Die 18jährige Lisanne Neumeier (LG Olympia), die bereits beim „Do it fast“ - Rennen in ihrer Klasse dominierte, machte dabei einmal mehr ihr bemerkenswertes Ausdauertalent deutlich. Sie trat zum „Super-Run“ über 20 Kilometer an und überzeugte gegen 84 Teilnehmer durch ein mutiges Rennen. Nach hervorragenden 1:30:07 Stunden entschied sie die Gesamtwertung vor der Sauerländerin Kristin Becker (Hagen-Wildewiese) mit 17 Minuten Vorsprung für sich „Immer wenn es bergauf ging, musste ich sehr kämpfen“, kommentierte sie. Die Leistung der jungen LGOerin gewinnt an Wert, denn die erfahrene Langstrecklerin Regina Tank (Dortmund, Foto), die in der W 60 erfolgreich war, benötigte 1:51:57 Stunden. Sergej Demykin (LT Bittermark)erkämpfte in der M 55 nach 1:34:29 Stunden und konnte Lisanne nur in weiter Entfernung ausmachen.


 


Horstmann Rainer 1 jiÜberraschend hatten sich die Senioren der Startgemeinschaft TSV Kirchlinde/ Werther/ Brackwede als Ranglistenzweite für das Finale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft der M 60 in München qualifiziert.

Leider standen Leistungsträger wie Horst Hampel und Peter Neumann verletzt nicht zur Verfügung und das Ziel, diese Position zu verteidigen rückte in weite Ferne. Aber trotz Hexenschuss stellte sich der vielseitige Rainer Horstmann der Mannschaft zur Verfügung und sammelte mit 12,09 Metern im Kugelstoß und starken 43,46 Metern mit dem Diskus wichtige Punkte Klaus Weidmann steuerte im Weitsprung 4,17 Meter bei. Schon vor der abschließenden 4 x 100 – Meter – Staffel nahm das Team Rang 2 ein, der trotz vorsichtiger Wechsel mit 57,02 Sekunden verteidigt wurde. Gegenüber der Qualifikation verbesserten sich die Routiniers um 57 Zähler auf 7244 Punkte, konnten aber die Konkurrenz der Startgemeinschaft Hünxe/Bedburg/Duisburg nicht mehr von der Spitze verdrängen. Thomas Schütte, Jochen Meyer und Hans-Peter Bierwirth vom TSV Kirchlinde holten weitere Zähler für die Startgemeinschaft.

Symbol KameraRainer Horstmann war wieder die Zuverlässigkeit in Person
(Foto: Horst Merz)

Sanders Manuel jiKreis„Natürlich mache ich jetzt Urlaub. Wo? Egal, nur nicht in der extremen Hitze von Katar.“, sagte Langsprinter Manuel Sanders nach der Rückkehr von der Leichtathletik – WM in Doha. Er war erst am Montagabend wieder in Dortmund eingetroffen und wollte nur ausschlafen.

Dortmunds Hochsprung-Lady Christina Honsel hingegen kam bereits Mitte letzter Woche wieder zu hause an, und auch bei ihr steht erst einmal „Ruhe“ im Vordergrund „denn es war eine lange und sehr harte Saison.“ Rückblickend bedauert sie zwar, dass es nicht ein paar Zentimeter höher waren, aber mit ihrer ersten WM war sie doch sehr zufrieden. „Zuvor war es ein ständiges Hin und Her bis über meine kurzfristige Nachnominierung entschieden war und eine optimale Vorbereitung war so nicht möglich.“, erinnert sie sich an die Nervenprobe bevor sie ihre Koffer packen konnte. Wenn sie nicht gerade im Stadion die Wettkämpfe beobachtete, nutzte sie mit anderen Athletinnen den Hotelpool zur Abkühlung. Zusammen mit anderen deutschen Athleten, die ihren Einsatz bereits hinter sich hatten, bummelte sie durch die Basare und erkundete die Hauptstadt des Scheichtums. „Wir konnten unverschleiert überall hingehen, und nur die e inheimischen Frauen mußten sich vollständig bedecken.“ berichtet sie über die freien Tage am Persischen Golf. Schon in der nächsten Woche wird sie das Training bei Brigitte Kurschilgen wieder aufnehmen. „Tokio ist immer im Hinterkopf. Dafür werde ich alles geben, denn es ist ein Traum für jeden Athleten.“

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