Leichtathletik

Schmeißing Karl Heinz jiAls Karl-Heinz Schmeißing (Ruhrpotts Asseln) am Silvestertag zu 37. Mal auf dem Soester Marktplatz nach 1:59:47 Stunden Deutschlands größten Silvesterlauf beendete, hatte der 71jährige alle bisherigen Rennen entlang der Bundesstraße 1 bewältigt und dabei rund 550 Kilometer zurück gelegt.

„1982 waren nur etwa 600 Läufer am Start, inzwischen sind es fast 5000 geworden“, macht er die Dimension dieser Veranstaltung deutlich. „Dass ich stets das Ziel in Soest in guter Verfassung erreicht habe, war nicht immer selbstverständlich“, erzählt er. Oft blies den Akteuren auf dem Schnee bedeckten Kurs ein eiskalter Ostwind entgegen, und Temperaturen im zweistelligen Minusbereich waren nicht selten. So lief der dreifache Dortmunder Sieger Jens Wilky Anfang der 90er mit Eis verkrustetem Gesicht ins Ziel. „Man musste schon vom Start an auf die Zähne beißen und der ganze Durchhaltewillen wurde gefordert“, hebt Schmeißing hervor.

Amanal6 jiKreisAmanal Petros konnte beim 37. Internationalen Silvesterlauf von Werl nach Soest seinen Vorjahreserfolg wiederholen. Der 23-jährige Langstreckler, der seine Abschiedsvorstellung im Trikot des SV Brackwede gab, legte die 15km-lange Strecke in 44:41 Minuten zurück und hatte als viel umjubelter Sieger auf dem Marktplatz in Soest einen deutlichen Vorsprung vor dem überraschend starken Nils Voigt (LG Brillux Münster, 45:04 min.) und Robiel Weldemichael (SUS Westenholz, 46:21 min.).

Der letztjährige EM-Teilnehmer über 10.000m, der im neuen Jahr für den TV Wattenscheid starten wird, strahlte im Ziel: „Da ich mich verletzungsbedingt erst seit sechs Wochen wieder im Training befinde, war das für mich ein toller Jahresabschluss. Die ausgelassene Stimmung entlang der Strecke hat mir sehr gut gefallen.“ Amanal Petros hatte sich bereits bei 5km abgesetzt. Die 10km-Marke passierte er in 29:26 Minuten. Immer auf Sichtweite zu ihm befand sich Nils Vogt, der mit seinem zweiten Rang hochzufrieden war: „Bei mir hat sich offensichtlich das gemeinsame Training mit Amanal Petros ausgezahlt.“ Auch der Münsteraner startet im neuen Jahr für den TV Wattenscheid.

Silvesterlauf Masse Philip Stallmeister jiKreisDie Dortmunder Läuferinnen und Läufer waren beim Silvesterlauf Werl/Soest zahlreich vertreten und standen neunmal auf dem Siegerpodest.

Überraschend unterbrach Linn-Lara Kleine (LG Olympia) ihre Wettkampfabstinenz und bog schon nach 55:10 Minuten als Siegerin der WU 18 und Zweite der Gesamtwertung auf das Kopfsteinpflaster der Domstadt ein. „Es sollte für mich nur ein Test sein, aber dann rollte es unerwartet gut, und ich habe mich sehr wohl gefühlt“, kommentierte sie ihr ausgezeichnetes Rennen und erinnerte sich. „Nach der Hälfte der Strecke hatte ich zwar einen leichten Durchhänger, aber die Zuschauer, darunter viele Bekannte, haben mich wieder aufgebaut.“

Reh Alina jiKreisDie junge Wilde aus Ulm fordert die Europameisterin heraus: Alina Reh tritt über 1.500 Meter beim PSD Bank Indoor Meeting Dortmund an und trifft dort auf Hindernis-Star Gesa Krause. Im Rennen der Männer über 1.500 Meter wackelt der Meetingrekord.

Alina Reh ist das frische Gesicht der deutschen Langstreckenszene. Der 21-jährige Lockenkopf aus Ulm gilt als eins der größten Nachwuchstalente, die Deutschland im Langstreckenbereich zu bieten hat. Zur Orientierung: Allein 2018 unterbot sie die deutschen U23-Bestleistungen über die Halbmarathonstrecke (69:31 min) und über 10 Kilometer (31:23 min). Bei den Europa-meisterschaften lief sie über 10.000 Meter zu einem viel umjubelten vierten Platz. Und das alles in einer Saison, die nach einem Ermüdungsbruch im Frühjahr kurz vor dem Aus stand.

Beim PSD Bank Indoor Meeting in Dortmund kommt es nun zum Duell mit Hindernis-Europameisterin Gesa Krause (Silvesterlauf Trier). Ein Wettstreit, der über die für beiden ungewohnten 1.500 Meter auf Augenhöhe ausgetragen wird, auch wenn die erfahrenere Gesa Krause mit der besseren Bestzeit (4:08,91 min; Reh: 4:13,11 min) anreist.

Wittig Dr. Hufnagel WM 2018 4x100m 1 ji"Ich bin der ausdauerndste M80-Sprinter der Welt“, freute sich Klemens Wettig (LC Rapid) am Abschlusstag der Senioren-WM in Malaga/Spanien.

Zuvor hatte der Brechtener in der Klasse M 80 Gold in der deutschen 4x100m-Staffel gewonnen. Dabei beeindruckte er mit einem eindruckvollen Kurvensprint und einem Schulbuch-Wechsel. Sein Staffelkamerad Dr. Horst Hufnagel schickte ihm das Foto von dem fliegenden Wechsel kurz vor Weihnachten. „Es war mir eine große Freude, mit Dir in der 4 x 100 m-Staffel zu laufen und gewinnen zu können. Du schaffst nicht nur alle Strecken von 400 Meter bis Marathon, sondern auch die kurzen Sprintstrecken in beachtlichen Zeiten“, stellte Dr. Hufnagel anerkennend fest.

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