Leichtathletik

Bußmann Westermann ji ji KreisDie Coronakrise verändert die Welt- auch die Leichtathletik, die seit zwei Wochen praktisch zum Erliegen gekommen ist. Die Olympischen Spiele in Tokio sind verschoben worden. Das ist die Top-Meldung des Tages.

Diese historisch einmalige Entscheidung hat weitereichende Konsequenzen für den internationalen und nationalen Sport und sicherlich auch für die Leichtathletinnen und Leichtathleten im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW). Aber gibt in der westfälischen Leichtathletik noch weitere Ungewissheiten, die sich durch die augenblickliche missliche Lage ergeben. Leichtathletik-Pressewart Peter Middel schickte daher FLVW-Vize-Präsident Leichtathletik, Peter Westermann, und dem Vorsitzenden des Westfälischen Leichtathletik-Ausschusses (VLA), Bernhard Bußmann, einen Fragebogen zu, den beide gemeinsam beantworteten. Dabei gingen sie auch auf den aktuellen Beschluss des IOC ein.

Roberts LuisLattenüberquerungMit dem Länderkampf Westfalen gegen Flandern, Wallonien und die Niederlande fand die Hallensaison der Leichtathleten in Gent endgültig ihren erfolgreichen Abschluss, denn die U 18 – Westfalenauswahl setzte sich dank der hervorragenden Leistungen der Mädchen gegen die Wallonen und die Niederlande durch, und die Dortmunder trugen mit ihren Leistungen dazu bei.

Für eine große Überraschung sorgte Karolina Mia Haas über 400 Meter, die sich erst in diesem Winter mit dem Langsprint angefreundet hatte. Die noch nicht 16jährige setzte sich in 59,77 Sekunden ungefährdet gegen die Niederländerin Marleen Bas (60,61) durch. Im Weitsprung landete Samira Attermeyer bei 5,52 Metern und machte ihre Beständigkeit deutlich. Die engagierte Tätigkeit von Wurftrainer Andreas Nötzig trägt Früchte. Die vielseitige Paula Schulte im Walde steigerte sich im Kugelstoß auf vorzügliche 11,98 Meter, und die „12“ vor dem Komma wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Louis Robertz (alle LGO) meisterte im Hochsprung 1,90 Meter und war damit zweitbester Westfale. Zudem gehörte er zum westfälischen 4 x 200 – Meter- Quartett, das mit 1:34,86 Minuten unbedrängt war .

 

 

 

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Junker Torben jiDie Dortmunder Helmut-Körnig-Halle war bis Freitag vergangenen Woche für Bundeskaderathleten, die sich auf die Olympischen Spiele in Tokio vorbereiten wollen, noch geöffnet.Angesichts der Verschärfung der Corona-Krise dürfen die beiden Viertelmeiler der LG Olympia Dortmund Torben Junker und Manuel Sanders, die bisher eine Ausnahmegenehmigung hatten, nun auch im Dortmunder Leichtathletik-Zentrum und im benachbarten Stadion Rote Erde nicht mehr trainieren.

"Unser Trainer Thomas Kremer versucht nun, uns ein Trainingsprogramm zusammenzustellen, das aus Waldläufen und Krafteinheiten besteht," berichtet Torben Junker, der zusammen mit den anderen 400m-Assen des Deutschen Leichtathletik- Verbandes (DLV) am 14. März, einen Tag früher als geplant, aus dem Trainingslager auf Teneriffa zurückkehrte. Seinen Olympischen Traum hat er noch nicht aufgegeben: "Das IOC hält ja immer noch an den Spielen und die Stadt Tokio fest. Aber wenn dann das Aus doch kommen sollte, wäre das natürlich eine Riesenenttäuschung. Dann müsste ich eventuell noch vier Jahre dranhängen," erklärt der letztjährige deutsche 400m-Hallenmeister in einem Gespräch mit den Dortmunder Ruhr-Nachrichten.

Kessing Jürgen DLV Präsident ji KreisseiteDer Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) Jürgen Kessing (Foto) nimmt Stellung zu den Auswirkungen der Coronakrise auf die Leichtathletik. Die Gesundheit von Athleten, Betreuern und Trainern habe oberste Priorität, sagt der 62-Jährige in einem Statement.

„Die Coronakrise hat das gesellschaftliche Leben und den Sport nahezu zum Stillstand gebracht. Unsere Athletinnen und Athleten haben derzeit durch die bundesweiten Einschränkungen erschwerte Trainingsbedingungen. Nahezu täglich erhalten wir im Hinblick auf die Vorbereitung der Olympischen Spiele in Tokio und unserer Meisterschaften Anfragen zu effizienten Trainingsmöglichkeiten. Verlässliche Antworten oder Prognosen sind derzeit aufgrund der permanent unterschiedlichen Einschätzung der aktuellen Lage nicht möglich, auch wenn wir zahlreiche Gespräche diesbezüglich führen. Unsere 7.500 Leichtathletik-Vereine, die mit ihren ehrenamtlichen Helfern die Basis für die Spitzenleichtathletik schaffen, kämpfen wie unsere Spitzenathleten mit Einschränkungen aufgrund der Coronakrise.

Victor MaskottchenIn schwierigen Zeiten füreinander da sein: Dafür stehen Vereine! Deshalb bietet der TSC Eintracht Dortmund seinen Mitgliedern und Bekannten, welche zu einer Risikogruppe gehören oder in Quarantäne sind, in der Coronakrise ab sofort Unterstützung im Alltag an. Wir übernehmen Einkäufe, Besorgungen und Postgänge, damit Betroffene aus dem Verein so selten wie möglich das Haus verlassen müssen.


Gerade für ältere Menschen und Menschen mit einer Vorerkrankung kann das Covid-19-Virus gefährlich sein. Deshalb gilt die Empfehlung, persönliche Kontakte und Begegnungen auf das nötige Maß zu reduzieren. Sie sollten, auch wenn sie mobil, gesund und im Alltag nicht auf Hilfe angewiesen sind, derzeit so wenig wie möglich Orte aufsuchen, an denen sie auf viele andere Menschen treffen. Das Team des TSC Eintracht möchte seinen Mitgliedern helfen und auch ohne die Möglichkeit Sport zu treiben, das Vereinsleben und die Gemeinschaft stärken.


Weitere Infos unter https://tsc-newsroom.de/2020/03/18/tsc-eintracht-dortmund-organisiert-unterstuetzung-fuer-mitglieder-und-personen-in-quarantaene/?

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