Leichtathletik

Halbmarathon Fredenbaum2012 jiAuch wenn am Wochenende Sauna-Temperaturen erwartet werden, wird dem Laufspaß beim 8. Dortmunder Halbmarathon im Freizeitpark Fredenbaum ins im Wege stehen. Organisator Gerd Niemeyer wird nämlich dafür sorgen, dass es für die Läuferinnen und Läufer genügend Abkühlungsmöglichkeiten gibt.
So wird Gerd Niemeyer mit seinem Team möglichst viele Wasserstellen aufbauen, zahlreiche Schwämme anbieten und ausreichend Getränke zur Verfügung stellen. Die Gefahr, wegen der zu erwartenden Hitze beim Lauf über die 21,1km-frühzeitig an die Boxen gehen zu müssen, sieht Lanstrops Cheforganisator nicht: „Im Fredenbaum haben wir einen recht hohen Baumbestand. Die Strecke verläuft bis zu 90 Prozent im Schatten. Da wird man die hohen Temperaturen zusammen mit unseren anderen Maßnahmen gut verkraften können," ist sich Gerd Niemeyer ziemlich sicher.
Bis zum Meldeschluss am 1. August hatten 400 Läuferinnen und Läufer ihre Nennungen abgegeben. Wie viele es am Samstag sein werden, möchte Gerd Niemeyer nicht prognostizieren. „Unsere endgültige Teilnehmerzahl wird weitgehend vom Wetter abhängig sein. Vor allem, wenn am Samstag die Temperaturen die 30-Grad- Grenze überschreiten sollten, werden wir dies vor allem auf der Halbmarathon-Distanz zu spüren bekommen," vermutet Niemeyer.
Viele Läuferinnen und Läufer werden bei zu großer Hitze eventuell auch auf die 10- oder 5km- Distanz ausweichen. „Schon im Vorfeld lässt sich die Tendenz zu einer kürzeren Strecke erkennen, denn die meisten Meldungen liegen mir bisher für den 5km-Lauf vor," berichtet Gerd Niemeyer.
Bei vielen Läuferinnen und Läufern ist es inzwischen Usus, erst am Tag der Veranstaltung nachzumelden. So tauchte im vergangenen Jahr Elias Sansar (LG Lage Detmold) kurz vor dem Lauf im Wettkampfbüro auf, gab seine Meldung ab und siegte anschließend in der neuen Streckenrekordzeit von 1:08:42 Stunden. „Solch einen Spitzenmann habe ich zurzeit nicht anzubieten, aber vielleicht taucht wie 2012 noch einer kurz vor dem Start auf," hofft Gerd Niemeyer.

Ayadi1Pierre Ayadi und Uli Kunst, die Betreuer der Vertretung der LG Olympia bei den deutschen Jugend – Meisterschaften in Rostock waren rundum zufrieden. „Unsere jungen Athleten haben hervorragend gekämpft und waren eine echte Mannschaft. Sie unterstützten das Team im Stadion, auch wenn sie keinen Wettkampf zu bestreiten hatten.", lobten die Trainer ihre Schützlinge. Das konnten auch die mehrfach an die Ostsee mitgereisten Eltern feststellen. Die meisten Athleten verbuchten persönliche Bestleistungen.
Uli Kunst freute sich über das mannschaftsdienliche Denken der Staffel – Ersatzläufer Leon Budde und Joel Verlande. „Sie waren ständig dabei, liefen sich mit ein, um im Notfall zur Verfügung zu stehen. Da gab es keinen Konkurrenzneid.", stellte er fest. Ein Gewinn für die Staffel war Sprinter war Max Neumann, der erst während der vergangenen drei Wochen in das Quartett aufrückte. „Es war eine Freude mit diesen Jungen zu arbeiten.", war Kunst mit dem Erfolg seines Einsatzes zufrieden. Große Stücke hält er auf Darijan Schüler, der sich schon jetzt für die deutschen Jugend –Hallenmeisterschaften qualifiziert hat.
„Nach diesem tollen Rennen gehe ich mit Vanessa (Guting) essen.", will Ayadi ein Versprechen einlösen. „Es ist schon eine tolle Leistung, wenn ein Mädchen von den C – Schülerinnen an der Leichtathletik treu bleibt und alle Probleme überwindet.", rückte er die Leistung seines Schützlings ins rechte Licht.
Yannik Giese ist sehr beständig geworden, und Leon Straub hat tolle Fortschritte gemacht. Marina Wrede ist nicht nur über die im Hindernisse, sondern auch auf den Flachstrecken viel zuzutrauen.
Auch mit der „3x8" der Frauen war Ayadi sehr zufrieden. Carolin Strophff und Laura Hansen wechselten jeweils gleichauf mit der Spitze und Sina Babenhauserheide, die lange mit Verletzungen zu kämpfen hatte, lief am Schluss um ihr Leben. Nur um eine Sekunde verpasste das Trio „Bronze". Eine vorzügliche Leistung, denn mit den deutschen Meisterinnen Jana Hartmann und Monika Merl standen zwei Leistungsträgerinnen nicht mehr zur Verfügung, aber der notwendige Umbruch ist in Reichweite.
Das 3 x 1000 – Meter – Trio der Männer bot die ihm in dieser Besetzung mögliche Leistung. „Da verbietet es sich, zu spekulieren, was möglich gewesen wäre, wenn ...", so Ayadi.

GuttingBottrop ji jiDie LG Olympia blieb am Schlusstag der deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock auf Erfolgskurs und imponierte durch unerwartete Achtungserfolge.

Trainer Uli Kunst unterzog Tobias Breddermann nach seinem Muskelfaserriss vor den 4 x 100 Metern noch einem knallharten Härtetest und gemeinsam mit den übrigen LGO – Jungsprintern entschied man sich, das Risiko einzugehen und den Rekonvaleszenten als Startläufer einzusetzen. „Schnell laufen und ganz, ganz sicher wechseln.", gab „Staffelfuchs" Kunst seinen Jungen mit auf den Weg. Breddermann, Jonas Dickel, Darijan Schüler und Max Neumann schafften die Überraschung und zogen in Jahresbestzeit von 42,84 in das Finale ein. Dann liefen sie mit etwas mehr Risiko, und am ersten Wechsel hielt man die Luft an. Aber sie wuchsen über sich hinaus und erkämpften in nochmaliger Bestzeit von 42,59 als Sechste einen tollen Erfolg. Vanessa Mark (Teutonia Lanstrop) war am Sieg der SG Schalke / Annen im B – Finale in starken 47,86 als Schlussläuferin beteiligt.
„Kämpfen und dranbleiben auch wenn es nicht mehr geht." Diesen „Tip" von Trainer Pierre Ayadi befolgte Vanessa Guting im 1500 – Meter – Finale. Sie begann vorsichtig und kämpfte sich dann bis auf Platz 9 nach vorne. Mit 4:43,11 steigerte sich die 18jährige gleich um fünf Sekunden und jubelte zu Recht.

 

Im 3 x 800 –Meter – Vorlauf der Frauen taten Carolin Strophff, Laura Hansen und Sina Babenhauserheide nur das Nötigste. In der Entscheidung hinterließen sie dann einen starken Eindruck und nach hervorragenden 6:27,84 belegten sie den nie erhofften Platz 4. Nur eine Sekunde fehlte an „Silber".
Die „3 x 1000" der Männer musste mit Frank Meier, Christof Neuhaus und Fynn Schwiegelshohn (alle LGO) nach 7:37,00 im Vorlauf die Segel streichen.

 

Foto: Vanessa Guting mit starker Leistung über 1500m; Bild: Peter Middel

Wrede jiMit 5:04,83 Minuten über 1500 Meter Hindernis war die B – Jugendliche Marina Wrede (LG Olympia) zu den deutschen Jugend-Meisterschaften in Rostock angereist, und das Ziel war ein Platz unter den ersten Acht. So war der Jubel verständlich, als sie als Fünfte ins Ziel lief und mit 4:55,84 einen neuen Westfalenrekord aufstellte. Mit der Trainingsgruppe ihres verstorbenen Trainers Richard Westerhoff kam die 17jährige zum Jahreswechsel nach Dortmund und Pierre Ayadi übernahm im Februar dessen Aufgaben. „Das Training in einer starken Gruppe haben Marina sehr gut getan. Die Mädchen puschen sich gegenseitig.", erklärte Ayadi, der den Schwerpunkt auf die läuferische Arbeit legt, da er dort Nachholbedarf festgestellt hat.", sagte er. „Wir haben aber in der vergangenen Woche noch einmal an der Hindernis- und Wassergrabentechnik gefeilt, und das bewährte sich." Zu Beginn befand sich Marina in einer Verfolgergruppe, aus der sie sich nach 800 Metern verabschiedete und sich dann energisch nach vorne arbeitete. „Mit einer kleinen „5" hätte man sonst eine Medaille geholt. Aber das Niveau war in diesem Jahr sehr hoch.", rückt Ayadi die Leistung seines Schützlings ins rechte Licht.
Mit einer taktisch klug heraus gelaufenen Bestzeit von 4:06,00 Minuten hatte sich Yannik Giese in das 1500 – Meter – Finale der B – Jugend gekämpft. Im Finale wurde er jedoch am Schluss des Feldes eingekeilt, und als die Post abging, hatte er keine Chance noch einmal nach vorne zu kommen. Als 11. blieb Yannik mit 4:19,71 weit unter Wert, hatte aber im Vorlauf gezeigt, was er kann. Leon Straub hielt sich bei seiner ersten DM mit 4:13,47 achtbar und blieb im Vorlauf im Bereich seiner Bestzeit. Als das 1500 – Meter - Tempo bei der A – Jugend zu langsam wurde, übernahm Paul Kochhäuser die 600 Meter lang die Initiative. Dann aber konnte er nicht mehr folgen. Mit 4:05,19 verpasste er das Finale um 66/100.
„Das Finale ist jetzt Zugabe.", freute sich Vanessa Guting als sie einen schnellen 1500 – Meter – Vorlauf mit starken 4:48,26 überstand und in den Endlauf einzog.

Lemberg 2-1 jiVier Dortmunder Triathleten stellten sich beim legendären Ironman Challenge im fränkischen Roth über die „Hawai – Distanzen" (3,8 Km. Schwimmen/ 180 Km. Radfahren / Marathonlauf) dem Starter, und der Beste von ihnen war Stefan Lemberg (Viermärker WG). Nach 10:17:47 Stunden beendete er die Tortur im ersten Viertel als 123. seiner Kategorie M 40 und realisierte damit sein Ziel einer persönlichen Bestzeit unter zehneinhalb Stunden deutlich. In Gruppen von 200 Teilnehmern wurden die Schwimmer im Abstand von fünf Minuten in das recht frische Wasser des Main – Donau – Kanals geschickt. „Trotzdem ist es ein Hauen und Stechen bis seinen Platz und sein Tempo gefunden hat, und besonders schwierig ist es am Wendepunkt.", erinnert sich der Polizei – Hauptkommissar. Nach 68:15 Minuten verließ er das Wasser, in weniger als 90 Sekunden war der Neoprene – Anzug abgestreift, und dass er den Radfahrdress bereits darunter trug, sparte Zeit. „Das Radfahren ist auf diesem Kurs mit 1200 Metern Höhendifferenz eine elende Schinderei, und man fährt hohes Risiko.", erzählt der Viermärker. 5:23:32 Stunden benötigte er, ehe er den abschließenden Marathon begann. „Laufen ist meine beste Disziplin und dadurch habe ich eine gute Ausdauer - Grundlage. Da waren die 42 Kilometer trotz der großen Wärme fast eine Erholung, und ich habe mich wohl gefühlt .", lacht er. Erst jetzt passierte er Dr. Ingo Parche (Tri Geckos), der nach Schwimmen (66:34) und Radfahren (5:18:03) noch vor ihm lag. 3:40:50 zeigten die Uhren als Lemberg glücklich seinem dritten „Ironman" beendete. „Wenn man in Zielnähe kommt, motiviert das noch einmal. Die Konkurrenten interessieren nicht, und jeder kämpft für sich selbst ", beschreibt er die Schlussphase.
Als Jugendlicher trainierte er oft mit Triathlet Gerhard Keitmann und wuchs allmählich in die hohen Anforderungen dieses anspruchsvollen Mehrkampfes hinein. Das Training erfordert viel Zeit. Schon vor Dienstbeginn spulte er zweimal in der Woche bis zu 4000 Meter im Südbad ab, und am Wochenende ist er mit dem Rad sechs bis sieben Stunden unterwegs. Bis zu 190 Kilometer fuhr er vor dem Wettkampf auf Mallorca.

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