Leichtathletik

Scharff Marilena jiKreisEigentlich könnte Langsprinterin Marilena Scharff (LG Olympia) mit dem zurückliegenden Jahr recht zufrieden sein, denn Bestzeiten über 100 und 400 sowie über 200 Meter nur um sechs Hundertstel an einem neuen Hausrekord vorbei und über alle drei Strecken die DM-Norm, das muss ihr erst einmal jemand nachmachen. 2017 gehörte sie zum 4 x 200-Meter-Quartett der LGO, das deutscher Hallenmeister wurde.

Aber eines wurmt sie dennoch heftig. Im Langsprint verfehlte sie die begehrte 54 vor dem Komma mit 55,12 Sekunden nur hauchdünn. Sieben Mal scheiterte sie knapp an dieser „Schallmauer“ und 55,20 in Köln waren noch das langsamste Ergebnis ihrer energischen Attacken. „Und das trotz des starken Gegenwindes auf der Gegengeraden“, ärgert sich die 26jährige noch heute und sagt: „Es war schon ganz schön frustierend, denn ich habe nicht auch nur ansatzweise ein perfektes Rennen erwischt.“ Aber mit der Brechstange geht es eben nicht. 2019 soll ihr das aber nicht wieder passieren.

Dutkiewicz Pamela Hürdenläuferin jiKreisEuropameisterin gegen Vize-Europameisterin. Elvira Herman gegen Pamela Dutkiewicz: So heißt das packende Duell über die 60 Meter Hürden der Frauen beim PSD Bank Indoor Meeting am 27. Januar in Dortmund. Die Überraschungssiegerin der Europameisterschaften von Berlin stellt sich der Silbermedaillengewinnerin aus Wattenscheid zur großen EM-Revanche.

Nach der Verpflichtung von Hindernis-Europameisterin Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) ist den Veranstaltern des PSD Bank Indoor Meetings in Dortmund mit der Zusage der jungen Weißrussin Elvira Herman der nächste Coup gelungen. Die 21-Jährige überraschte in diesem Sommer auch die Experten, als sie sich Gold über die 100 Meter Hürden im Berliner Olympiastadion holte.

Nur knapp hinter ihr: Wattenscheids Pamela Dutkiewicz, die WM-Dritte des Jahres 2017. Seit einer Ernährungsumstellung vor rund drei Jahren, bei der sie neben zehn Kilo Körpergewicht auch vor allem mentalen Ballast abgeworfen und ein gesundes Verhältnis zu ihrem Körper entwickelt hat, sprintet die 27-Jährige wie entfesselt. Sowohl in Deutschland als auch in der Welt ist die angehende Grundschullehrerin, die an der TU Dortmund studiert, spitze.

Nores Max Menden 21.04.18 jiKreisBeim Silvesterlauf in seiner Heimatstadt Aachen konnte Max Nores (Foto) einen vielbeachteteten Doppelsieg feiern. Zuerst ließ er der Konkurrenz über 4,8 Kilometer in 14:18 Minuten keine Chance und nicht mal eine Stunde später ging er dann über 10,3 Kilometer in 33:39 Minuten genauso souverän zu Werke. Im Ziel traf der dann den früheren 400 Meter-Läufer der LGO, Jens Dautzenberg, der dort mit seiner ganzen Familie am Start war. 

Steffen Baxheinrich hat in Gütersloh im Lauf über fünf Kilometer bereits ab dem zweiten Kilometer das Tempo angezogen und nach und nach jeden Konkurrenten abschütteln können. Am Ende standen bei seinem Sieg starke 15:15 Minuten auf der Uhr, obwohl er in der vergangenen Woche noch in Dortmund ein hartes Trainingsprogramm durchgezogen hat.

In Herne musste sich Fabian Dillenhöfer über 10 Kilometer nach schnellen 31:34 Minuten lediglich den beiden Wattenscheider Läufern Marius Probst (30:14 Min.) und Jan Hense (30:50 Min.) geschlagen geben. Patric Meinike landete nach 32:21 Minuten auf Rang 5. Im Lauf über 5 Kilometer wurde Janne Straub in 17:34 Minuten Zweiter in der männlichen Jugend U20. Sein jüngerer Bruder Aik sicherte sich in der M8 den zweiten Platz nach 6:11 Minuten über die rund 1500 Meter lange Distanz.

20181231 Bus Silvester editedAuf die Frauen ist Verlass! Sandra Schmidt bewies am letzten Tag des Jahres ihre gute Form und scheiterte beim Silvesterlauf von Werl nach Soest nur um eine halbe Minute an der magischen Grenze von einer Stunde.

In 1:00:27 erreichte sie als 13. Frau und klare Siegerin der W30 dem Marktplatz in Soest. Vor ihr lagen drei Vereinskameraden des LT Bittermark. Jonas Lenz in 0:57:25, Tillmann Goltsch und Mathias Kamp in 0:57:45. Mathias Kamp, der Kreismeister über 10 km, wurde damit Dritter der M50.


Kleine Linn ji jiDortmundAmanal Petros (TV Wattenscheid) und Fabienne Amrhein (MTG Mannheim) konnten beim Silvesterlauf Werl/Soest auf der 15km-langen Strecke ihre Vorjahreserfolge erwartungsgemäß wiederholen. Für eine große Überraschung sorgte die noch zur Jugendklasse U 18 zählende Linn Kleine (LG Olympia Dortmund) mit ihrem zweiten Platz im Gesamtklassement in ausgezeichneten 55:12 Minuten.

Die Athletin von Pierre Ayadi war das Rennen recht forsch angegangen und hatte bei der 10km-Marke eine Zwischenzeit von 36:25 Minuten. Doch sie konnte das schnelle Tempo immer wieder geschickt auspendeln, sodass sie auf der für sie ungewöhnlichen langen Strecke im Ziel noch einen erstaunlich frischen Eindruck machte.

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