Leichtathletik

GrompeBottrop ji„Das war eine tolle Leistung unserer Frauenstaffel.", lobt Sprinterin Katharina Grompe (LG Olympia) die schnellen deutschen Damen, die bei den Weltmeisterschaften in Moskau als Vierte einen hoch einzustufenden Achtungserfolg erzielten. Durch einen Muskelfaserriss wurde die LGO – Gazelle kurz vor der WM bekanntlich außer Gefecht gesetzt und konnte ihrer bereits erfolgten Nominierung nicht folgen. Ob sie eine Chance gehabt hätte, in Moskau in die Staffelformation aufzurücken, darüber will sie nicht spekulieren. „Ich bin nicht in Moskau gewesen und kann nicht beurteilen, ob ich die Spikes hätte schnüren können.", erklärt die deutsche Juniorenmeisterin über 200 Meter, die am Sonntag ihren 20. Geburtstag feiert. Sie hat ihre Verletzung inzwischen völlig überwunden, will aber dennoch kein Rennen mehr bestreiten, obwohl sie bei den ersten Sprinteinheiten völlig schmerzfrei war. So erlebt sie am Sonntag das Berliner ISTAF nur als Zuschauerin und sagt: „Es sind während der Trainingsbelastungen ein paar andere Wehwehchen aufgetreten, die zwar einen Start zugelassen hätten, doch ich will nichts riskieren, und alles soll in den nächsten Wochen völlig ausheilen, damit ich dann ohne Sorgen die Vorbereitungen auf die nächste Saison aufnehmen kann."
Das bestätigt auch Bundestrainer Thomas Kremer, der die weiteren Maßnahmen mit „Kathi" und ihrem Physiotherapeuten Klaus Mayer abgestimmt hat.
Ob sie die Hallensaison 2013/14 bestreiten wird, lässt sie offen. „Ich befinde mich in einer schwierigen Situation und muss schauen, wie ich meine Ziele erreiche.", sagt sie etwas geheimnisvoll, will über Einzelheiten aber nicht sprechen. Spekulationen über einen eventuellen Vereinswechsel erteilt sie jedoch eine Absage. „Das sind Gerüchte ohne Grundlage.", erklärt auch Thomas Kremer, der es als LGO – Vorstandsmitglied schließlich wissen muss.

Strophff ji jiLeichtathletik – Sportfeste sind zur Zeit Mangelware. So traten Carolin Strophff und Sina Babenhauserheide (beide LG Olympia) bei den offenen Kreismeisterschaften in Stadthagen an, mussten sich jedoch mit den Widrigkeiten einer schlechten Organisation herumschlagen. So erfolgte das Startkommando nach dem Versagen der Pistole über die Lautsprecheranlage. Die beiden Ayadi – Schützlinge beherrschten die 400 Meter. Strophff wurde mit 57,05 Sekunden gestoppt und Babenhauserheide drückte ihre Jahresbestzeit auf 58,38 Sekunden.
Wenige Tage später bestätigte Sina Babenhauserheide ihre ansteigende Form beim Flanders – Cup im belgischen Merksern durch ihre bisher zweitbeste 800 – Meter – Zeit von 2:10,90 Minuten. Sie hatte mit 62 Sekunden für die 400 Meter und 1:35 über 600 forsch begonnen, musste diesem Tempo aber dann Tribut zollen.
Spätform ließ Diskusspezialist Philippe Grewe in Oberaden vermissen. Dennoch war er mit 49,03 Metern konkurrenzlos.
In Halver ließ B – Schülerin Lilian Tösmann (alle LGO) durch einen ausgezeichneten Vierkampf von 1907 Punkten aufhorchen. Die 12jährige sprintete die 75 Meter in 10,4 Sekunden, sprang 4,60 Meter weit und 1,42 hoch und fügte ihre persönliche Bestweite mit dem Ball von 41,50 Metern hinzu.

Holtkamp-Mehrkampf-DM-Lage jiDie Form war gut. Daher hatte sich Meike Holtkamp (LG Olympia) bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Lage eine Leistung über 5000 Punkte vorgenommen. Dennoch konnte die angehende Lehrerin mit den Fächern Deutsch und Sport zufrieden die Heimreise antreten, denn bei anderen Windbedingungen hätte sie ihr Ziel locker erreicht.
Zu ihrem Glück trug auch bei, dass sie im Endklassement mit 4979 Zählern einen erfreulichen siebten Rang belegte und damit im Siebenkampf zur erweiterten deutschen Spitzenklasse zählt.
Meike Holtkamps Leistungen im Einzelnen. Mit ihrer 100m-Hürden-Zeit von 15,11 Sekunden war sie bei dem Gegenwind von 2,8m/s zufrieden. Im Weitsprung erreichte sie bei allen Versuchen Resultate über fünf Meter, wobei ihr weitester Sprung mit respektablen 5,37m gemessen wurde.
Wegen einer Schleimbeutelentzündung im Knie konnte sich Meike Holtkamp vor der Mehrkampf-DM im Hochsprung nicht voll entfalten. In Lage meisterte sie gute 1,60m und lag damit voll im „Soll". Auch im Kugelstoßen, in dem sie trotz eines stumpfen Rings beachtliche 12,05m erzielte, im Speerwerfen (32,22m) und abschließenden 800m-Lauf (2:24,65 Min.) gingen ihre Pläne voll auf.
„Hätte der Wind mitgespielt, wäre die 5000- Punkte- Marke bei mir in Lage gefallen," mutmaßte Maike Holtkamp, die trotzdem mit ihrem siebten Rang hochzufrieden war. Bei ein wenig mehr Glück wäre die Dortmunderin sogar noch einen Platz höher gerutscht, denn sie erzielte als Siebte dieselbe Punktzahl wie die Frankfurterin Katharina Weislogel.

Bielecki Jan Hochzeitsbild

Der Däne Jan Bielecki hat in Kopenhagen Christine Eisenbeis geheiratet. Der inzwischen 42-jährige Hammerwerfer startete von 2002 bis 2005 für den BV Teutonia Lanstrop. Der promovierte Meeresbiologe, der 1996 und 2004 Olympia-Teilnehmer war, hatte eine persönliche Bestweite von 77,02m.

Seine Frau Christine Eisenbeis hat an der Deutschen Sporthochschule Köln Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation studiert. Als freie Autorin arbeitete sie u.a. für das Internetportal „Leichtathletik.de“.

flvw-Logo jiEberhard Vollmer hat wieder den FLVW-Newsletter zusammengestellt. Der LA-Newsletter wird herausgegeben von der Fachschaft Leichtathletik im FLV Westfalen.
Erscheinungsweise: 6 x jährlich
Erscheinungstermin Nr. 4-2013: 07. August 2013

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