Leichtathletik

Phoenixseelauf 8.8.16 jiDie Zahlen sind beeindruckend. 2018 zählte man bei 587 Laufveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen 376.284 Finisherinnen und Finisher. „Damit bildet der Laufbereich in NRW die größte Breitensportbewegung in Deutschland“, erklärte der Leiter der NRW-LaufAkademie Michael Blomeier anlässlich der NRW-Lauftagung am Samstag in der „Akademie Mont-Cenis“ in Herne.

Großen Anteil an dieser stolzen Bilanz hat vor allem die NRW-LaufAkademie, die eine gemeinsame Einrichtung des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) und des LV Nordrhein (LVN) ist. In dieser Einrichtung werden alle Interessen von Läuferinnen und Läufern gebündelt.

Laufen erfreut sich vor allem bei Sportlerinnen und Sportler, die 30 Jahre und älter sind, großer Beliebtheit. So gehörten im vergangenen Jahr 47 Prozent der Finisher dieser Alterskategorie an. In den jüngeren Altersgruppen gibt es dagegen noch Luft nach oben. Wichtige Impulse hat bereits 2018 der NRW-U16-Straßenlauf-Cup, bei dem die Vereine unter anderem attraktive Geldprämien gewinnen konnten, gesetzt. Dieser Cup-Wettbewerb hatte einen viel versprechenden Start, ist aber noch ausbaufähig.Ein Pfund, mit dem man in NRW wuchern kann, sind auch die mehr als 800 DLV-Lauftreffs, in denen sich Woche für Woche 50.000 Menschen bewegen und damit etwas für ihre Gesundheit tun.

Vier Dortmunder Lauf-Veranstaltungen wurden in Herne terminiert
Peter Westermann (FLVW-Vizepräsident Leichtathletik) wies bei seiner Begrüßung darauf hin, dass die Akademie Mont-Cenis durch ihre Solaranlage und ihre Gebäudetechnik ein zukunftsweisendes Projekt und ein Zeichnen für den gelungenen Strukturwandel im Revier bildet. Er bat die 143 anwesenden Laufveranstalter, sich durch diesen Ort inspirieren zu lassen, um das Laufen in NRW weiter auszubauen. Westermann ist überzeugt, dass von dieser Tagung wichtige Impulse ausgehen. Läufe werden auf der Straße, auf der Bahn, im Gelände und im Wald durchgeführt. Gast-Referent Jochen Miersch beleuchtete anlässlich der Tagung einmal das Thema Laufen im Wald. Wer gedankenlos durch den Forst rennt, kann Probleme bekommen, denn einige Laufveranstalter sowie Läuferinnen und Läufer denken nicht daran, dass es auch noch andere Waldbenutzer gibt, sodass es zu Reibereien kommen kann. „Wichtig ist daher, dass die Veranstalter vor einem Lauf eine Zusammenarbeit mit den zuständigen staatlichen Gremien anstreben. Auch sollte man auf jeden Fall die Privatbesitzer von Wäldern mit ins Boot holen“, riet der Sprecher der DLV-Laufwarte. Miersch wies zudem darauf hin, dass man auch bei Läufen entlang eines Waldgebiets nach dem Bundesnaturschutzgesetz eine Veranstaltung anmelden muss. Diese Bestimmung sei vielen nicht bekannt.

Durch den zweiten Impulsvortrag zum Thema Marketing bei Laufveranstaltungen führte Maurice Hampel, Geschäftsführer der FLVW Marketing GmbH. Er legte seinen Schwerpunkt auf die Markenbildung bei Laufveranstaltungen und erläuterte bildhaft, wie man seine Sichtbarkeit und Wiedererkennung durch einheitliche Logo- und Wording-Verwendungen erhöht. „Wichtig ist, mit Augenmaß für die eigene Veranstaltung den richtigen Markenauftritt zu finden und dazu Stories zu entwickeln, die kontinuierlich auf die Marke einzahlen – das hilft bei der Findung von Sponsoren und neuen Laufteilnehmern“, so Hampel.

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 INFO
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Folgende Dortmunder Lauf-Veranstaltungen wurden auf der NRW-Lauf-Tagung terminiert

  • 1. Juni: 26. Dortmunder Friedenslauf
  • 3. Oktober: 8. Sparkassen Phoenix-Halbmarathon
  • 11. Oktober: Lauf in Mengede
  • 8. November: Westfalenparklauf des LT Bittermark

Anlässlich der Tagung verabschiedete Michael Blomeier Hans-Joachim Scheer, der demnächst in den Ruhestand gehen wird. Für den Geschäftsführer des LV Nordrhein war es der letzte Auftritt bei einer Lauftagung. „Jocki kenne ich seit mehr als 40 Jahren, er ist einer der profundesten Kenner der Leichtathletik. Ohne ihn würden wir heute hier nicht sitzen, denn er ist einer der Protagonisten der NRW-LaufAkademie. Unsere freundschaftliche Verbindung wird auf jeden Fall weiter bestehen bleiben“, versicherte Michael Blomeier.Die abschließende Terminbörse ging dank der guten Vorbereitung durch Neele Holzhausen, Sabine Wipperfürth und Tim Bruckmann schnell über die Bühne. „Diese Börse zeigt unter anderem, wie harmonisch wir im Laufbereich in NRW zusammenarbeiten“, freute sich Tagungsleiter Michael Blomeier. Die Ergebnisse der Terminbörse werden in den NRW-Laufkalender 2020 einfließen. Dieser wird bereits zum dritten Mal von NRW-LaufAkademie herausgegeben.

Symbol KameraDer Phoenixsee ist ein Paradies für Läufer
(Foto: Peter Middel)