Leichtathletik

Jakob Zoe jiKreisseiteDie (Medaillen-) Trauben hingen bei den NRW-Meisterschaften in Duisburg hoch, und mancher Wettbewerb glich einer vorgezogenen deutschen Meisterschaft.

Auf die Stabis von Kai Atzbacher war Verlass. Constantin Rutsch und Zoe Jakob waren in der U20 die Titel nicht streitig zu machen. Trotz seines Erfolges konnte Rutsch aber nicht zufrieden sein. Vor einem Jahr hätte er über seine fünf Meter, die er sicher meisterte, noch gejubelt, aber in Duisburg reichte seine Leistung zwar zum Titel aber nicht für U20-EM im schwedischen Boras.

Nach seiner Bänderdehnung begnügte er sich noch mit zwölf Schritten Anlauf, um den Einstich zu testen. Aber das war noch recht verbesserungsfähig. „Wir müssen noch weiter an diesem Schwachpunkt arbeiten, und dafür bleibt uns noch genügend Zeit“, analysierte Atzbacher. Jetzt sucht das Duo passende Wettkämpfe, um Versäumtes nachzuholen. Die 14jährige Vivianne Willke rundete als Vierte der W 14 mit 2,80 Metern den guten Eindruck der „Stabis“ ab. Zwei Versuche reichten der ehrgeizigen Zoe Jakob, die durch die Konkurrenz nicht gefordert wurde, um sich mit „Gold“ dekorieren zu lassen. Sie stieg erst bei 3,60 Metern in den Wettkampf ein und schon mit einem Anlauf meisterte sie die für den Titel erforderlichen 3,80 Meter. „Das ist eine solide Leistung, aber Zoe will immer mehr“, kommentierte Atzbacher.

Elayna Krisch mit verbessertem Start zu neuer Bestzeit
Viel Lob verdienten sich die U18-Sprinterinnen. Elayna Krisch, die in der vergangenen Woche noch einmal mit Trainer Andreas Schulze fleißig an ihrem Start gearbeitet hatte, überzeugte schon im 100-Meter-Vorlauf mit Bestzeit von 12,27 Sekunden (+ 1,2). Im hochklassigen Finale packte sie noch einen drauf und erkämpfte mit 12,25 Sekunden (- 0,6) als Vierte einen hoch zu bewertenden Achtungserfolg. Zuvor hatte sie sich über 200 Meter auf vorzügliche 25,57 Sekunden verbessert. Lea Laux, die sich eigentlich auf den Stabhochsprung konzentriert, überraschte durch 25,66 Sekunden. Das freute besonders Staffeltrainer Manfred Richter, dessen 4x100-Meter-Quartett damit erheblich aufgewertet wird.

Ein Wermuttropfen war allerdings, dass U18-Sprinter Emil Bekker wegen einer Muskelzerrung nicht antrat, um kein Risisko einzugehen.Mehrkämpferin Lilian Tösmann (alle LGO) erfreute als Weitsprung-Vizemeisterin der U20 durch 5,59 Meter und 15,31 Sekunden im 100 - Meter- Hürdensprint brachten ihr „Bronze“. Schneller als sie war jedoch Viktorie Isensee mit 15,06 Sekunden (+ 1,2). Auch Marissa Linnert (beide TSV Kirchlinde) konnte sich mit ihren 15,36 Sekunden sehen lassen.Für eine angenehme Überraschung sorgten die U20-Langsprinter. 800-Meter-Spezialist Lasse Funck eroberte mit Bestzeit von 50,75 Sekunden „Bronze“ und Matthias Reich verbuchte 51,03 Sekunden. Da müsste sich doch eine gute „4x4“ basteln lassen.

Weitere Ergebnisse
MU18: 100 m: Jonas Wolf 11,62 Sek. - 200 m: Alexander Pyka 24,01 Sek. (-0,4) – MU 20, 200 m: Louis Spigarslo 23.42 Sek – 400 m: Mohamed Hamadi 52,62 Sek. - 800 m: 9. Derk Steffens 2:01,79 Min.
M 15: 300 m Hü.: Leonard Robertz 46,43 Sek.
WU 20: Hoch: 5. Emma Bol 1,62 m., 11. Lilian Tösmann 1,59 m
WU 18: 400 m: 8. Hannah Laarmann 62,93 Sek. - 1500 m: Tessa Krämer 5:04,25 Min., Pia Vogt 5:13,73 Min. - Drei: 4. Julia Hinse 11,11 m – Stabhoch: 5. Lea Laux 3,30 m.

Symbol KameraZoe Jakob freut sich über Stabhochsprung-Titel
(Foto: Peter Middel)