Leichtathletik

4x200m StaffelLGO jiBei den Westfalenmeisterschaften der U 20 in der Bielefelder Seidensticker-Halle hätten die Jugendlichen der LG Olympia so richtig „absahnen“ können, wenn alle Leistungsträger ihre Chance wahrgenommen hätten. Aber leider traten sie im Hinblick auf die kommenden nationalen Titelkämpfe nicht alle an.

So blieb es Zoe Jakob vorbehalten, im Stabhochsprung für den einzigen Landestitel zu sorgen, obwohl sie mit ihren 3,70 Metern absolut nicht zufrieden war. „Anstatt des Titels wäre mir ein Vier-Meter-Sprung lieber gewesen“, murrte sie. Aber für Trainer Kai Atzbacher kommt die „Delle“ seines Schützlings nicht ganz überraschend. „Zoe verwendet zur Zeit einen härteren Stab, greift höher und hat ihren Anlauf verlängert. Diese Umstellung braucht Zeit.“ erklärte er.

Mit ähnlichen Problemen hat Jonas Wolf zu kämpfen. Er meisterte 4,30 Meter und das war für ihn „Silber“ wert. Im Hochsprung klappt es bei Emma Bol nach der Umstellung ihres Anlaufs noch nicht mit neuen Höhenflügen. Sie flog über gute 1,70 Meter zur Vizemeisterschaft. Lilian Tösmann überraschte im Vorlauf des 60-Meter-Hürdensprints mit einer neuen Bestzeit von 9,17 Sekunden und bestätigte das als Überraschungsdritte im Finale durch 9,19 Sekunden. Zuvor musste sie zwischen Hürdenlauf und Weitsprung pendeln. Das führte zu drei ungültigen Versuchen, und sie blieb mit 5,55 Metern (5.) unter Wert. “Bei einem ihrer ungültigen Sprünge landete sie bei etwa 5,80 Meter, und da wollen wir hin“, stellte ihr Trainer Andreas Schulze fest.

LGO-Staffel erzielte neue Jahresbestzeit
Emily Andreas erfreute über 200 Meter durch 25,92 Sekunden. Sie gehörte zum 4x200-Meter-Quartett der LGO, das, ergänzt durch Elayna Krisch, Brenda Cataria-Byll und Laura Startmann erstmals in Meisterschaftsbesetzung antrat und in Jahresbestzeit von 1:43,03 Minuten auf Rang 3 rannte. Trainer Manfred Richter kann nun in Ruhe am Feinschliff arbeiten, denn die Mädchen haben noch viel Luft nach oben. Dagegen bleibt für ihn bei den Jungen noch viel zu tun, denn in aussichtsreicher Position ging der letzte Wechsel völlig daneben. Dagegen profitierte die zweite Formation mit Selim Jaeschke, Jonas Wolf, Alexander Pyka und Aaron Große von mehreren Disqualifikationen der Konkurrenz und wurde nach 1:35,23 Minuten überraschend Zweiter.

Über 1500 Meter der Mädchen wurde gebummelt, und so konnten Lisanne und Marleen Neumeier in der Spitzengruppe bleiben ohne sich zu übernehmen. In der Schlussphase erkämpfte Lisanne nach 5:04,36 Minuten die Vizemeisterschaft. Nur 46 Hundertstel später folgte ihre Zwillingsschwester als Fünfte.

Symbol KameraDie Mädchen der LGO werden immer schneller (v.l.): Laura Stratmann, Emely Andreas, Brenda Cataria-Byll, Elayna Krisch.
(Foto: Horst Merz)