Leichtathletik

Fiene Sebastian Horst Merz jiAls Sebastian Fiene zu Beginn dieses Jahres die Nachfolge von Uli Kunst als Teamleiter Sprint der LG Olympia antrat, übernahm er eine der schwierigsten und undankbarsten Aufgaben innerhalb des Vereins.

Zu versplittert waren die personellen Strukturen bei Trainern und Athleten. Dennoch verlief die Hallensaison recht erfreulich, und Fiene war nicht enttäuscht: „Nachdem uns Gina Lückenkemper verließ, war ein Rückschlag zu erwarten“, stellt der 26jährige rückblickend fest, meint aber: „Obwohl sich zwei Jugendstaffeln für die deutschen Meisterschaften für die deutschen Meisterschaften qualifizierten, und das 4x100-Meter-Frauenquartett einen guten Eindruck hinterließ, hätte ich im Sommer mehr erwartet. Da haben wir viel Nachholbedarf.“ Um das zu schaffen, fehlen jedoch Trainer und Fiene ist immer auf der Suche nach qualifizierten Mitabeitern. „Zwar leistet Katharina Grompe in der U18 gute Arbeit, aber sie kann das nicht alleine schaffen“, lobt Fiene seine Mitstreiterin, die als noch aktive Sprinterin viel Erfahrung mitbringt und erklärt: „Bei der Jugend gibt es zwar mehrere schnelle Mädchen und Jungen, aber es fehlt in der Spitze. Da ist gezielte Förderung dringend nötig. “

Inzwischen kümmert sich Oliver Kunz mit viel Engagement um den Nachwuchs, und da gibt es hoffnungsvolle Talente. Immerhin sprinteten 13 Mädchen der U14 die 75 Meter unter 11 Sekunden. Da gilt das Prinzip „Hoffnung“. Für mehr Finalpräsenz könnte Hendrik Vogel sorgen, der mit der Empfehlung von 10,95 Sekunden über 100 Meter zur LGO kommt und von den aufrückenden Jugendlichen schaffen vielleicht einige den Schritt in Richtung „11tief“. Auch bei den jungen Sprinterinnen mit Laura Stratmann an der Spitze hofft Fiene auf eine weitere Aufwärtsentwicklung. Nina Braun ist die Leistungsträgerin bei den Frauen.

Durch erfreuliche Neuzugänge wird der Langsprintbereich, in dem Fiene durch Bundestrainer Thomas Kremer unterstützt wird, vermehrt im Blickpunkt stehen. Aushängeschilder werden natürlich Torben Junker und Manuel Sanders sein, aber mit Henrik Krause, Benjamin Bablich und Lorenz Niedrig verfügt die LGO über eine vielversprechende Leistungsdichte. Auf die „4x4“ kann man sich freuen. Das gilt auch für die Frauen, die mit der erfahrenen Marilena Scharff an der Spitze und starken Jugendlichen eine aussichtsreiche Staffel stellen können. „Ich nehme es gerne mit schwierigen Herausforderungen auf“, macht sich Sebastian Fiene Mut. 

INFO     
 

Als Trainer Uli Kunst mit der Neu-Leverkusenerin Gina Lückenkemper einen neuen Schwerpunkt seiner Arbeit setzte, wäre die sofortige Trennung von der LGO logisch gewesen. Aber seine Entscheidung kam zu überraschend, dass man schnell hätte einen Ersatz finden können. So beschäftigte man ihn als Coach seiner verbleibenden Trainingsgruppe weiter. Aber nun ist das Tischtuch endgültig zerschnitten.
Das heißt aber auch, dass seine Schützlinge nun die LGO verlassen. Johanna Bechthold wird künftig den Dress des TV Wattenscheid tragen und Klara Leusch hat sich bei der Teutonia Lanstrop angemeldet, um weiter in der Körnighalle trainieren zu können. Hürdensprinter Tobias Vogt verabschiedet sich mit bisher unbekanntem Ziel von der LGO.