Fußball Senioren

Mo LmcademaliIn jedem Jahr rücken bei der Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft Spieler durch außergewöhnliche Leistungen in den Fokus. Hier stellen wir, stellvertretend für viele andere, fünf Akteure vor, die bei der 35. Auflage in diesem Winter für Schlagzeilen sorgten.

So schaffte es in diesem Jahr ein Spieler, den 29 Jahre alten Torrekord der Titelkämpfe zu brechen. Und der beste Torhüter der Endrunde erhielt diese Auszeichnung auch schon im letzten Jahr. Ebenfalls in unserer Auflistung: eine außergewöhnliche Bestmarke, das Comeback des Jahres und ein Routinier im Tor. 

Nach 29 Jahren: Mohamed Lmcademali
übertrifft uralten Torrekord
29 Jahre lang stand Markus Klingen mit seinen 27 Turniertoren aus der Saison 1989/90 unangefochten an der Spitze – dann kam Mohamed Lmcademali und egalisierte diesen Uralt-Rekord mit seinen Toren Nummer 25 bis 27 am ersten Endrundentag und packte im Viertelfinale sogar noch einen weiteren Treffer drauf. Eine Traummarke, die allerdings auf der Kippe stand, denn der Endrunden-Einsatz des erst im Winter von Westfalia Wickede zum VfL Kemminghausen gewechselte Offensivspielers war angesichts einer Oberschenkelverletzung bis zuletzt fraglich. Doch der 32-Jährige biss auf die Zähne und trug erheblich zum ersten Halbfinal-Einzug des Landesligisten seit 13 Jahren bei.

Ahmet Cosgun mit einer
außergewöhnlichen Bestmarke
Ahmet Cosgun gilt als ein Dauerbrenner der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft – und als Stammgast in der Endrunde. Bei der 35. Auflage in diesem Winter zog der jetzt für den A-Kreisligisten Türkspor Dortmund spielende Akteur zum wiederholten Male ins Turnier der Top 12 ein. Außergewöhnlich daran: Dies gelang ihm zuvor auch schon mit fünf anderen Klubs - dem ASC 09, Mengede 08/20, Phönix Eving, dem TuS Eving-Lindenhorst und Arminia Marten. Dreimal wurde der 32-Jährige Vizemeister, zum ersten Titel aber hat es auch diesmal nicht gereicht. Türkspor schied in der Gruppenphase aus.

Muhammed Acil wieder
bester Torhüter der Endrunde
LCC Siegerabend 28 Web editedEs war eine hauchdünne Entscheidung, am Ende aber sah die Jury Muhammed Acil vom FC Brünninghausen bei der Wahl zum besten Torhüter der Endrunde knapp vor dessen ebenfalls überragenden Kollegen Patrick Kunz vom TuS Bövinghausen. Acil wiederholte damit seinen Triumph aus dem Vorjahr, obwohl er in der Meisterschaft aktuell nur die Nummer zwei hinter dem im Sommer gekommenen Azmir Alisic ist. Doch der langjährige Stammkeeper des Oberligisten zeigte in der Halle, dass er nichts von seinem Können eingebüßt hat. Durchgängig war „Mo“ Acil ein großer Rückhalt des Titelverteidigers, nicht zuletzt auch dank toller Reaktionen in den engen K. o.-Spielen des zweiten Tages gegen den BSV Schüren und den ASC 09.

Michael Sankiewicz feiert
das Comeback des Jahres
Die Zuschauer in der Halle Huckarde trauten ihren Augen kaum, als sie mit Michael Sankiewicz einen ganz alten Bekannten im Trikot des A-Ligisten TuS Rahm entdeckten. Sieben Jahre nach seinem bis dahin letzten Auftritt bei der Hallen-Stadtmeisterschaft feierte der Offensivmann, der einst in den höchsten Amateurligen kickte, sein Comeback. Mit 49 (!) Jahren traf er in Vor- und Zwischenrunde insgesamt dreimal, zog damit in der ewigen Bestenliste mit nunmehr 104 Treffern an Horst Freund (103) vorbei und kletterte auf Rang fünf. Vor ihm liegen nur noch Torsten Richter (157), Harald Brasse (128), Jörg Niedzwicki (119) und Michaels älterer Bruder Stephan Sankiewicz (109).

Dennis Wegner –Logoneutral
einfach unverwüstlich
Zwei Generationen trafen sich beim großen Finale in der Helmut-Körnig-Halle. Ältester Akteur war Dennis Wegner: der Torhüter des Westfalenligisten Westfalia Wickede feiert Ende Februar seinen 40. Geburtstag und war damit ältester Akteur der Endrunde – vor Osmanlispor-Keeper Dogan Köksal (37) und Kirchdernes Christian Fröse, dem mit ebenfalls 37 Jahren noch vor Ercan Umucu (36, Türkspor Dortmund) ältesten Feldspieler der Endrunde. Den Routiniers gegenüber stand eine ganz junge Garde mit einer Reihe von U 20-Spielern. Der jüngste von allen war Bedrihan Akca vom SC Osmanlispor, der erst kurz vor Turnierbeginn 19 Jahre alt geworden war.

Der beste Torschütze: Mo Lmcademali stellte einen Uralt-Rekord ein (Foto oben). Symbol KameraDer beste Torhüter: Muhammed Acil wurde bereits im vergangenen Jahr ausgezeichnet (unser Foto), auch in diesem Jahr überzeugte der Brünninghauser Torwart die Jury. 
(Fotos: Nils Foltynowicz)