Fußball Senioren

Folty Hacheney Samstag Körne editedNach dem sensationellen Vorrunden-Aus des Westfalenligisten Lüner SV hatte auch die Zwischenrunde der 35. Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft ihre faustdicken Überraschungen. Mit Westfalenligist Kirchhörder SC (in der Halle Huckarde) und Landesligist SV Brackel 06 (in der Halle Hacheney) mussten sich zwei wesentlich stärker eingeschätzte Teams der Konkurrenz aus der Kreisliga beugen und scheiterten bereits am ersten Tag. Dennoch verspricht das große Finale am Freitag (ab 16.30 Uhr) und Samstag (ab 15.00 Uhr) in der Helmut-Körnig-Halle Spannung total. Denn bis auf den Stadtmeister von 2017 aus Lünen befinden sich alle Mannschaften aus dem engeren Favoritenkreis noch im Rennen.

Zwei Oberligisten (ASC 09 und FC Brünninghausen), zwei Westfalenliga-Klubs (Westfalia Wickede und der BSV Schüren) und zwei Landesliga-Teams (Hombrucher SV und VfL Kemminghausen) treffen beim Top 12-Turnier an der Strobelallee auf die vier ambitionierten Bezirksligisten TuS Bövinghausen, TuS Körne, Viktoria Kirchderne und Mengede 08/20. Komplettiert wird das Feld durch den SC Osmanlispor und einzigen Endrunden-Neuling Türkspor Dortmund. „Eine hoch interessante Konstellation“, weiß Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski, „ich rechne mit einem engen Verlauf, in dem es durchaus erneut Überraschungen geben kann. Denn die Zwischenrunde hat gezeigt, dass die zwölf im Wettbewerb verbliebenen Teams leistungsmäßig recht nahe beisammen liegen.“

LogoneutralBesonders freut den Chef der Dortmunder Fußballer, dass es neben den hoch gehandelten Mannschaften ab der Landesliga aufwärts auch wieder zwei A-Kreisligisten so weit geschafft haben. Die sechs für die Zwischenrunde qualifizierten B-Ligisten mussten trotz keineswegs enttäuschender Auftritte zwar allesamt die Segel streichen. Doch zumindest einer von ihnen war ganz nach dran am Einzug in die Endrunde: erst im Entscheidungsspiel musste sich der SV Westrich in der Halle Nord dem VfL Kemminghausen mit 2:4 beugen.

Insgesamt zog Jürgen Grondziewski eine in jeder Hinsicht positive Zwischenbilanz: „Es gab viele spannende Spiele auf sportlich gutem Niveau, auch mit den Zuschauerzahlen waren wir wieder sehr zufrieden. Zudem gab es organisatorisch keine Probleme, dafür dürfen wir den Ausrichtervereinen ein Lob für die geleistete Arbeit aussprechen.“

Die Gruppeneinteilung und den Spielplan der Endrunde finden Sie im Anhang dieses Artikels. Zunächst aber ein Überblick über die Ereignisse in den vier Zwischenrunden-Hallen. Die einzelnen Spiele aus den vier Hallen finden die hier (Spiele des ersten Tags) und hier (Spiele des zweiten Tags). 

Halle Huckarde: Überraschung durch SC Osmanlispor -
und Ex-Meister Mengede 08/20 muss nachsitzen
0105sp Huck Germania v 252907 editedKein Bezirksligist wird in diesem Winter so hoch gehandelt wie der TuS Bövinghausen. Die Mannschaft von Sven Thormann wurde dieser Rolle bislang vollauf gerecht. Ein Spaziergang wurde der Weg ins große Finale aber nicht. Nach zwei souveränen Siegen am ersten Tag reichte es für den TuS nach einem Remis gegen Mengede 08/20 nur zu Gruppenplatz zwei. Doch beim 5:0 im Überkreuzvergleich gegen Rot-Weiß Germania spielte das Team wieder seine Klasse aus. Der viermalige Stadtmeister aus Mengede zog ebenfalls in die Endrunde ein, wenn auch mit deutlich mehr Mühe: Gruppenplatz zwei am ersten Tag hinter A-Ligist TuS Rahm, dann am zweiten Tag eine Niederlage im Achtmeterschießen gegen Osmanlispor. Doch die Rot-Gelben nutzten ihre zweite Chance durch einen 5:1-Erfolg im Entscheidungsspiel gegen Rot-Weiß Germania. Die Überraschung im Westen war hingegen A-Ligist Osmanlispor, der schon am ersten Tag den Bezirksligisten SC Dorstfeld 09 hinter sich gelassen hatte, schließlich auch noch Mengede düpierte und das Endrunden-Ticket löste. Enttäuschung indes beim Fusionsklub Rot-Weiß Germania, der auch im erneuten Anlauf in der Zwischenrunde scheiterte. Endstation war dort auch für den TuS Rahm, der am zweiten Tag in einer sehr engen Gruppe den Überkreuzvergleich nur knapp verpasste.

Symbol KameraHoch gehandelt, Erwartungen erfüllt: der TuS Bövinghausen.
(Foto: Ruhr Nachrichten)

Halle Nord: Die Favoriten setzen sich am Ende durch -
aber B-Ligist SV Westrich ganz nah dran
Am Ende kam es so, wie es die meisten Experten vermutet hatten: Mit Westfalia Wickede, dem VfL Kemminghausen und Viktoria Kirchderne hatten sich in der Halle Nord die favorisierten Mannschaften durchgesetzt. Bei genauerer Betrachtung lief aber längst nicht alles nach Plan. Die bis dahin so souverän aufgetretenen Wickeder mussten sich am zweiten Tag in ihrem letzten Gruppenspiel den Kirchdernern mit 1:3 beugen. So kam es im Überkreuzvergleich zum Duell mit dem VfL Kemminghausen, der sich seinerseits einen Patzer beim 1:3 gegen B-Ligist SV Westrich leistete, sich aber – bei drei punktgleichen Teams – dennoch den Gruppensieg gesichert hatte. Wickede triumphierte mit 3:1 und zog wie Kirchderne in die Endrunde ein, während Kemminghausen mit seinem überragenden Torjäger Mohamed Lmcademali (bislang 24 Turniertreffer) ins Entscheidungsspiel musste. Hier gelang dem Team von Reza Hassani mit dem 4:2-Erfolg über Westrich die Revanche. Bitter für den so stark aufspielenden B-Ligisten, der nach einem tollen Turnier mit leeren Händen da stand und das Endrunden-Ticket nur hauchdünn verpasste. Als einzige Mannschaften beim Nord-Turnier blieb Viktoria Kirchderne ungeschlagen. Bezirksliga-Konkurrent FC Roj hingegen war am zweiten Tag in der starken Gruppe mit Kirchderne und Wickede nahezu chancenlos.

Halle Hacheney: ASC 09 und BSV Schüren am Ende souverän –
auch TuS Körne belohnt sich für ein gutes Turnier
Folty Hacheney Samstag Spiel 8 9837 1 editedIm Fokus standen beim Turnier in der Halle Hacheney vor allem Oberligist ASC 09 und Westfalenligist BSV Schüren. Beide schafften zusammen mit dem TuS Körne auch diesmal wieder den Einzug in die Endrunde, doch nur die Aplerbecker wiesen in der Endabrechnung eine makellos weiße Weste auf. Fünf Siege in fünf Spielen sprechen eine deutliche Sprache, auch wenn es beim 3:2 gegen den TuS Holzen-Sommerberg enger zuging als erwartet. Der BSV Schüren, Vizemeister der letzten beiden Jahre, hatte am ersten Tag zwar bei seiner Niederlage gegen den VfR Sölde gepatzt, trat am zweiten Tag dann aber sehr souverän auf und gewann alle drei Partien deutlich, unter anderem den Überkreuzvergleich gegen Sölde mit 6:0. Für die Grün-Weißen vom Rosengarten, mit sechs Titeln immer noch erfolgreichster Klub in der Geschichte des Dortmunder Budenzaubers, platzte die Hoffnung auf den erneuten Endrunden-Einzug jäh, denn nach der Niederlage gegen Schüren ging auch das Entscheidungsspiel gegen den TuS Körne ebenso klar mit 0:6 verloren. Die von Dominik Grobe trainierten Körner hingegen belohnten sich für zwei starke Turniertage und sind völlig verdientermaßen beim großen Finale in der Helmut-Körnig-Halle vertreten. Zwar hatten sie es gegen die starke Konkurrenz nicht leicht. Doch als es darauf ankam, waren sie auf den Punkt genau da.

Symbol KameraWieder in der Endrunde: Doppel-Vizemeister Schüren zeigte am zweiten Tag eine souveräne Leistung.
(Foto: Nils Foltynowicz, Ruhr Nachrichten) 

Halle Renninghausen: Nach großartigem Start erlebt der
TuS Eichlinghofen ein böses Erwachen
Türkspor Dortmund RW Barop 005 editedMit einem Paukenschlag begann das Turnier im Südwesten, denn gleich im ersten Spiel musste sich der FC Brünninghausen dem TuS Eichlinghofen mit 1:3 beugen. Der Bezirksligist beeindruckte mit großem Kampfgeist und mannschaftlicher Stärke – und stand dennoch am Ende mit leeren Händen da. Denn nach dem Gruppensieg am ersten Tag folgten bittere Niederlagen gegen Türkspor Dortmund (1:2) und Rot-Weiß Barop (0:3). Das Aus war damit zum Entsetzen der zahlreichen Eichlinghofer Fans besiegelt. Titelverteidiger FC Brünninghausen hingegen steigerte sich am zweiten Tag gewaltig und sicherte sich verdientermaßen das Endrunden-Ticket. Gleiches schaffte der Hombrucher SV, der in Renninghausen den insgesamt ausgeglichensten und besten Eindruck hinterließ und ohne einen einzigen Wackler ungeschlagen (bei nur einem torlosen Remis gegen Brünninghausen) durchkam. Das dritte Endrunden-Ticket ging an Türkspor Dortmund. Der mit vielen fußballerisch starken Akteuren ausgestattete Spitzenreiter der Kreisliga A1 verlor nur gegen Brünninghausen setzte sich im Entscheidungsspiel gegen Rot-Weiß Barop mit 6:3 durch. Die Baroper hatten sich beim 1:3 im Überkreuzvergleich gegen Hombruch emotional aufgerieben und fanden nach einem bis dahin guten Turnier nicht mehr in die Spur zurück.

Symbol KameraÜber das Entscheidungssiel in die Endrunde: Türkspor Dortmund setzte sich im letzten Spiel des Tages gegen Barop (unser Szene) durch. Die Spieler der DJK TuS Körne überzeugen nicht nur auf dem Feld, sondern nun auch in der Halle (großes Foto oben).
(Foto: Nils Foltynowicz, Ruhr Nachrichten)

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