Fußball Senioren

Behrend 2018Wer holte die meisten Titel, wer erzielte die meisten Tore, wie heißen die erfolgreichsten Teilnehmer? Namen, Zahlen, Fakten und Rekorde aus dreieinhalb Jahrzehnten Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft, mit denen wir Appetit machen wollen auf die Zwischenrunde am Freitag (ab 17.30 Uhr) und Samstag (ab 15.30 Uhr) in den Hallen Huckarde, Nord, Hacheney und Renninghausen – und natürlich auf das große Finale am 11. und 12. Januar in der Helmut Körnig-Halle.

Der größte Dominator
Sechs Titel holte der VfR Sölde – und das zwischen 1988 und 1993 sogar in Serie. Damit ist der frühere Oberligist erfolgreichster Verein in der Geschichte des Dortmunder Budenzaubers. Je viermal triumphierten der ASC 09, Mengede 08/20 sowie die BVB-Amateure, die bis zum Jahr 2000 noch teilgenommen hatten. Die einstmals erdrückende Dominanz der Grün-Weißen vom Sölder Rosengarten werden durch weitere Fakten dokumentiert: Bei ihren sechs Finalsiegen erzielten sie eine Tordifferenz von insgesamt 33:3 – inklusive des Rekord-Endspielerfolgs von 11:1 gegen den VfR Kirchlinde aus dem Winter 1987/88.

LogoneutralDie erfolgreichsten Spieler
Christian Karstedt stand als einziger Akteur in allen sechs Sölder Meistermannschaften. Im vergangenen Winter Dominik Behrend mit seinem sechsten Titelgewinn gleich: Er stand jeweils dreimal mit Mengede 08/20 und dem FC Brünninghausen ganz oben. Platz drei der ewigen Bestenliste belegt Ömer Uyar mit fünf Titeln (viermal mit dem VfR Sölde, einmal mit Hellweg Lütgendortmund).

Der erfolgreichste Trainer
Ingo Peter wurde mit dem VfR Sölde viermal Meister und ist damit bis heute erfolgreichster Trainer in der Geschichte des Dortmunder Budenzaubers. Jeweils dreimal trugen sich Markus Gerwien (Mengede 08/20) und Edwin Boekamp (BVB-Amateure) in die Siegerliste ein.

Meister als Spieler und als Trainer
Zwei Teilnehmer wurden sowohl als Spieler als auch als Trainer Hallen-Stadtmeister. Als Trainer führte Daniel Rios den ASC 09 vor vier Jahren zum Titelgewinn, 1999 und 2000 hatte er bei den siegreichen BVB-Amateuren gespielt. Zuvor war dieses Kunststück nur Theo Schneider gelungen: 1990 bis 1992 dreimal in Serie als Spieler mit Sölde, 1999 als Trainer mit den Borussen.

Meister mit drei verschiedenen Klubs
Torhüter Sascha Grieger-Piontek, in der Halle zuletzt für den BSV Schüren aktiv, holte mit drei verschiedenen Klubs den Titel. Zweimal glückte ihm dies mit Mengede 08/20, jeweils einmal mit dem TuS Eving-Lindenhorst und dem FC Brünninghausen. Mit Francis Bugri gelang dieses Kunststück auch einem Feldspieler: 2000 mit den damaligen BVB-Amateuren, 2010 mit dem TuS Eving-Lindenhorst und 2012 mit dem ASC 09.

Torrekorde für die Ewigkeit?
157 Treffer erzielte Torsten („Schelle“) Richter – Platz eins in der ewigen Torjägerliste vor Harald Brasse (128) und Jörg Niedzwicki (119) und eine Bestmarke, die vermutlich nicht mehr zu überbieten sein wird. 27 Tore in einem Turnier: Diesen bis heute gültigen Rekord stellte Markus Klingen vor mittlerweile 31 Jahren beim Sölder Triumph im Winter 1987/88 auf. Nur zwei Tore weniger hatte Harald Brasse (SC Husen-Kurl) in der Saison 1993/94 auf seinem Konto. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr holte sich Aplerbecks Pierre Szymaniak mit 17 Treffern den Torjäger-Pokal der Kronen-Brauerei.

Lmcademali2894 editedDer aktuellste Rekordhalter
Einen Uralt-Rekord egalisierte Mohamed Lmcademali ganz frisch am vergangenen Samstag während der Vorrunde in der Halle Nord: Beim 14:0-Erfolg über den TuS Deusen netzte der Winter-Neuzugang des Landesligisten VfL Kemminghausen nicht weniger als neunmal ein! Neun Tore in einem Spiel gelangen zuvor allein Jörg Niedzwicki, damals im Trikot von Arminia Marten, im Winter 1998/99 beim 10:3 in der Endrunden-Partie gegen den FC Merkur 07. Damit hatte er die bis dahin gültige Bestmarke von Horst Freund (8) übertroffen.

Die treffsichersten Brüderpaare
214 Mal netzten Torsten (157) und Andreas Richter (57) ein und sind damit das treffsicherste Brüderpaar in der Geschichte der Stadtmeisterschaft. Hauchdünn dahinter Stephan und Michael Sankiewicz mit 212 Toren (109/103), nachdem Michael, inzwischen längst jenseits der 40, in der diesjährigen Vorrunde beim TuS Rahm noch einmal mitgewirkt hatte und dabei zwei Treffer markierte.

Ein Spieler – drei Rekorde
Nicht weniger als 20 Mal nahm Torsten („Schelle“) Richter als Spieler für den VfL Kemminghausen, den FC Merkur 07 und Phönix Eving an den Titelkämpfen teil – der dritte Rekord dieses einstigen Dauerbrenners.

Der älteste Teilnehmer
56 Jahre zählte Franjo Jularic bereits, als er im Januar 2014 für seinen damaligen Verein NK Zagreb noch einmal die Hallenschuhe schnürte. Der erfolgreiche Trainer vergangener Jahre ist damit bis heute ältester Teilnehmer der Stadtmeisterschaft.

Der prominenteste Teilnehmer
367 Bundesligaspiele bestritt der prominenteste Teilnehmer in seiner späteren, überaus erfolgreichen, Karriere: Thorsten Fink gewann zwar mit den BVB-Amateuren nie den Dortmunder Stadtmeister-Titel, wurde aber mit dem FC Bayern mehrfach Deutscher Meister, ehe er ins Trainergeschäft (u. a. FC Ingolstadt, FC Basel, Hamburger SV) wechselte.

Die größten Sensationen
Zwei Stadtmeister kamen aus der Kreisliga A. 1987 triumphierte der VfL Kemminghausen durch ein „goldenes“ Tor von „Schelle“ Richter über den damaligen Landesligisten VfR Sölde. 1995 bezwang der ASC 09 die seinerzeit vier Klassen höher in der Oberliga spielenden Sölder mit 2:1 – es waren die bislang größten Sensationen.

Das dramatischste Finale
22 Achtmeter waren erforderlich, um im Januar 1997 den Stadtmeister zu ermitteln. Im Finale der 13. Titelkämpfe unterlag der SV Berghofen den hoch favorisierten BVB-Amateuren höchst unglücklich mit 9:10 – es war die dramatischste und knappste Entscheidung in der langen Geschichte des Dortmunder Budenzaubers.

Die höchsten Siege
15 Tore in einem Spiel erzielten bislang nur zwei Vereine: Das 15:0 des TuS Eichlinghofen vor vier Jahren gegen Birligi Hörde ist bis heute der höchste Sieg in der Geschichte der Stadtmeisterschaft. Die Bestmarke hatte bis dahin der SC Dorstfeld 09 mit dem 15:1 über den SC Osmanlispor seit dem Winter 2000/01 gehalten. Ganz nah kam den Eichlinghofern und Dorstfeldern der VfL Kemminghausen in diesem Jahr beim 14:0-Erfolg über den TuS Deusen.

WickedeHombruch20128Die Endrunden-Dauerbrenner
20 Mal qualifizierten sich der Hombrucher SV, der ASC 09 und Westfalia Wickede für die Endrunde – auch das ein Rekord! Immerhin 18 Mal war Ex-Meister Phönix Eving beim großen Finale dabei. Während sich die „Großen Drei“ in diesem Winter berechtigte Hoffungen auf den erneuten Einzug ins Top 12-Turnier machen dürfen, mussten die Grävingholzer diesmal gänzlich passen: Sie hatten ihre erste Mannschaft vor Beginn dieser Saison vom Spielbetrieb in der Kreisliga A zurückgezogen und damit auch ihre Teilnahmeberechtigung für die Hallen-Titelkämpfe eingebüßt.

Die beste Vorrunden-Bilanz
Diese jüngste Bestmarke stellte der VfL Kemminghausen erst am vergangenen Samstag in der Halle Nord auf. Ein 14:0 über den TuS Deusen und ein 9:1 gegen RW Balikesirspor machen zusammen 23:1 Tore. Den bis dahin gültigen Rekord hielten übrigens ebenfalls die Kemminghauser mit ihren 21:1 Treffern aus der Saison 2014/15. In jenem Winter hatte auch der TuS Eichlinghofen (20:0) seine Vorrunde mit 20 Toren Differenz abgeschlossen.

Symbol KameraSie stehen für Bestmarken der Titelkämpfe: Dominik Behrend feierte bereits sechs Stadtmeisterschaften (Foto oben), Mohamed Lmcademali erzielte neun Treffer in einem Spiel (Foto Mitte), Hombruch und Wickede gehören zu den Dauergästen bei der Endrunde (Foto unten). 
(Fotos: Schütze)