Leichtathletik

Erfolgreiches Hochsprung Trio der LGO jiKreisNach ihren 1,82 Metern von Clarholz hatte Christina Honsel (LG Olympia) die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften in Leipzig in der Tasche, doch auf das Westfalenpferdchen wollte sie bei den westfälischen Hallen-Meisterschaften in der Körnighalle im Hochsprung der Frauen nicht verzichten

Zwar musste sie bei 1,80 Metern, als sie nach etwas holprigem Anlauf  zweimal knapp scheiterte, zittern, doch beim dritten Versuch blieb die Latte liegen und das war der Landestitel. Anschließend versuchte sie sich noch an ihrem Hausrekord von 1,83 Metern, doch dann war  etwas die Luft heraus. Für Kerstin Geisweller  war dieses Mal bei 1,75 Metern Endstation, doch war ihr die Vizemeisterschaft  mit 1,72 Meter nicht streitig zu machen. „Wir haben die Technik umgestellt, und das klappt noch nicht so richtig. Ich habe zu viele Fehler gemacht“, kommentierte sie.

Huke Maurice 60m Finale ji jiKreisDie Sprinter des TV Wattenscheid dominierten bei den westfälischen Hallenmeisterschaften in Dortmund. Über 60m setzte sich Maurice Huke in erfreulichen 6,79 Sekunden vor Philipp Menn (6,88 sec) und Luis Vieweg (beide LG Kindelsberg/Kreuztal, 6,90 sec) durch.

„Für den Auftakt bin ich mit dieser Leistung sehr zufrieden, denn ich konnte heute endlich einmal meine guten Trainingswerte auch im Wettkampf abrufen. Wichtig ist, dass ich jetzt erst einmal wieder Wettkampfroutine bekomme“, erklärte der 25-jährige Wattenscheider, der noch einen zweiten Titel in der 4x200m-Staffel gewann. Ursprünglich wollte Maurice Huke, der in der zweiten Jahreshälfte 2018 mit einer Schleimbeutelentzündung in der rechten Kniekehle zu kämpfen hatte, auch noch über 200m seine Titelchance wahrnehmen, doch er verzichtete auf eine Teilnahme, da er am Freitag in Erfurt über 60m und 200m startet und sich auch beim Indoor-Meeting am kommenden Sonntag in Dortmund mit einer guten Leistung präsentieren möchte. „Allerdings“, so der letztjährige Deutsche Hallen-Vizemeister über 200m, „nehme ich mir in Zukunft keine bestimmte Zeit mehr vor. Das macht mich freier im Kopf.“

Da er momentan seinen Anlauf umstellt, verzichtete Philipp Menn auf seine Titelchance im Weitsprung. Mit seiner 60m-Zeit von 6,88 Sekunden zeigte er sich sehr zufrieden, denn sie ist eine gute Zubringerleistung für seine Spezialdisziplin. Über 200m verblüffte der bereits 41-jährige Alexander Kosenkow als sicherer Sieger in 21,90 Sekunden. Der mehrfache Deutsche Sprintmeister, der seit 1995 Leistungssport treibt, möchte sich bei den Paralympics in Tokio als Guide für eine blinde Sprinterin engagieren. „Ich befinde mich zwar immer noch im Training, aber ich betreibe den Sport nicht mehr so konsequent wie früher. So lange es mir Spaß bereitet, mache ich auf jeden Fall noch weiter. Ein bestimmtes Ziel nehme ich mir aber nicht mehr vor“, betonte der unverwüstliche Sprint-Oldie.

Huke Maurice jiKreis2018 kollidierten die Westfälischen Hallenmeisterschaften zeitlich mit dem Dortmunder Indoor Meeting. In diesem Jahr kommt es zu einer terminlichen Entzerrung. Davon profitieren beide Veranstaltung.

Auch die Westfälischen Hallenmeisterschaften, die am kommenden Samstag ab 10.30 Uhr in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle ausgetragen werden. Für diese Titelkämpfe haben 531 Athletinnen und Athleten aus 94 Vereinen zugesagt. Spannend wird es vor allem im 60m-Sprint der Männer werden. Dort kommen mit Maurice Huke, Philipp Trutenat und Kevin Hugo gleich drei Sprinter des TV Wattenscheid für den Titelgewinn in Frage. In die Phalanx der Blauhemden kann allerdings noch der Paderborner Noel Thorwesten (LC Paderborn) eindringen.Gemeldet für die 60m hat auch Sprint-Oldie Alexander Kosenkow (TV Wattenscheid), der 2018 als Über-40-Jähriger mit 6,96 Sekunden noch unter der Sieben-Sekunden-Marke blieb. Der mehrfache deutsche Sprintmeister startet auch noch über 200m. Allerdings zählen auf der langen Sprintdistanz seine beiden Teamkollegen Maurice Huke, Carlo Weckermann und Martin Brieger sowie Kake Gassimou (LG Kindelsberg Kreuztal) zu den Favoriten. In der 4x200m-Staffel wäre alles andere als ein Sieg des TV Wattenscheid eine große Überraschung.

LG Olympia StabhochspringerKreisDass der TSV Bayer Leverkusen die Gesamtwertung aller deutschen Leichtathletik – Vereine, die die Platzierungen in der nationalen Bestenliste aller Disziplinen von den Männern und Frauen bis zur W/M 14 darstellt, erneut mit klarem Vorsprung anführt, überrascht nicht.

Dahinter wird es aber eng. Mit 217 Zählern folgen die Stadtwerke München vor dem SC Potsdam (216) auf Rang 2 und mit nur einem Punkt weniger rangiert die LG Olympia auf dem vierten Platz. Dieses Ranking stellt den LGOern, die sich gegenüber dem Vorjahr von 190 auf 215 Punkte verbessert haben, und darüber hinaus vor dem TV Wattenscheid bester westfälischer Verein sind, erneut ein glänzendes Zeugnis aus. „Es ist natürlich schade, dass wir so knapp an Platz zwei vorbei geschrammt sind, aber wir können nur unser eigenes Ergebnis beeinflussen, und das ist hervorragend.“, kommentiert der Sportliche Leiter der LG Olympia, Pierre Ayadi und hebt hervor: „Unser gesamtes Team hat toll gearbeitet und deutlich gemacht, dass der dritte Platz von 2017 keine Eintagsfliege war. Bei dieser Rangliste geht es nicht um einzelne Topathleten, sondern um die Leistungsdichte und Breite an starken Athleten, die aus der guten Arbeit unserer Trainer und Stammvereine resultiert. Hier wird durch unsere Partner, Unterstützer, Sponsoren und durch die vielen ehrenamtlichen Helfer Überdurchschnittliches geleistet. “

Honsel Christina LGO Frauen Siegerin Clarholz jiKreisAuch wenn sich mehrere Leistungsträger zur Vorbereitung auf den Sommer zur Zeit noch in Trainingsmaßnahmen befinden, so treten Dortmunds Leichtathleten am Samstag zu den westfälischen Hallen-Meisterschaften der Männer, Frauen und U18 in der Helmut-Körnig-Halle (ab 10.30 Uhr) doch mit einem vielversprechenden Aufgebot an.

Das Hochsprungtrio Christina Honsel, Kerstin Geisweller und Emma Bol stellt sich nach den Erfolgen in Clarholz mit Selbstbewusstsein der Konkurrenz. Großes Interesse gilt der Neu-LGOerin Brenda Cataria-Byll (U20), die ihre Chance über 200 Meter gegen die ältere Konkurrenz sucht und auf starke Gegnerinnen trifft. Über 400 Meter trifft Marilena Scharff auf ihre Dauerrivalin Maike Schachtschneider aus Wattenscheid, und die richtige Taktik wird entscheiden. Laura Hansen bekommt es über 800 Meter mit der starken Lea Kruse aus Schalke zu tun und hat Unterstützung durch die erst 18jährige Verena Meisl, die ihr Debüt im LGO-Dress gibt. Wenn Angelina Geitz die 3000 Meter wählt, besitzt sie gute Medaillenchancen. Für Zoe Zakob (alle LGO) gilt es im Stabhochsprung vor den kommenden Herausforderungen Sicherheit zu gewinnen. Eindeutige Dreisprung-Favoritin ist Romina Neu. Über die 60 Meter müssen Max Neumann (beide Teutonia Lanstrop) und Hendrik Vogler (alle LGO) der nächste Schritt unter die sieben Sekunden gelingen, wenn sie das Finale erreichen wollen.

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