Leichtathletik

Münster Marathon17Paul Maina hat die Siegesserie der kenianischen Läufer beim 16. Internationalen Münster-Marathon fortgesetzt. Der 35-Jährige siegte bei seinem Debüt auf der 42,195km-langen Distanz in 2:11:22 Stunden vor seinen beiden Landsleuten Duncan Koech (2:12:06 h) und Joseph Munywoki (2:12:17 h).

Paul Maina erzielte die drittschnellste Zeit, die bisher auf der Strecke in der Domstadt gelaufen wurde. Nach Angaben des Veranstalters befanden bei Temperaturen um 20 Grad und herrlichem Sonnenschein ca. 100.000 Zuschauer entlang der Strecke. „Die Stimmung entlang der Strecke war hervorragend. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt. Das hat mich unwahrscheinlich motiviert. Zudem hatte ich Pacemaker, die einen Super-Job gemacht haben. Sonst wäre ich wahrscheinlich nicht so schnell gewesen“, erklärte Sieger Paul Maina.

Als schnellster deutscher Läufer kam Elias Sansar (LG Lage-Detmold/Bad Salzuflen) in 2:25:25 Stunden auf den achten Rang. Damit war der 37-jährige Langstreckler 19 Sekunden schneller als im Vorjahr. „Aufgrund meiner Trainingsergebnisse hätte ich eigentlich zwei Minuten schneller sein müssen. Anfangs hatte ich auch Kilometer-Abschnitte von 3:20 Minuten, aber wegen des Windes konnte ich das Tempo nicht halten“, berichtete Sansar, der als bester Deutscher die stattliche Prämie von 2.000 Euro kassierte.

Von den Dortmunder Läufern hatten es die beiden Bittermärker Michael Orthey (3:19:27h) und Thomas Lein (3:19:28h), die nahezu zeitgleich die Ziellinie passierten, am eiligsten. Ihnen folgten Jonas Lenz (3:28:29h), Frank Schülke (beide LT Bittermark, 3:32:36h) und Andreas Rosin (LT Wischlingen, 3:40,33h).

Auch bei den Damen gab es einen Erfolg für die Läufernation Kenia. Rose Maru setzte sich nach einer starken Endphase in 2:33:05 Stunden vor ihrer Teamkollegin Eunice Kioko (Kenia, 2:33:59 h) und der Japanerin Hisae Yoshimatsu (2:36:00 h) durch. Der Streckenrekord der Wattenscheiderin Eleni Gebrehiwot aus dem Jahr 2013 (2:29:12h) blieb damit unangetastet. Von den deutschen Läuferinnen konnte sich Christl Dörschel (SG Wenden), die den Lauf schon zweimal gewonnen hatte, als Sechste in 2:56:05 Stunden am besten platzieren.

Rita Nowttny-Hupka schnellste Dortmunderin
Einen starken Eindruck hinterließ bei den Dortmunder Teilnehmerinnen vor allem Rita Nowottny-Hupka (TV Wischlingen), die sich in der Klasse W 50 in 3:18:02 Stunden einen hervorragenden zweiten Rang erkämpfte. Recht hielt sich auch Anke Seebacher LWT Dortmund, die in der Alterskategorie W 40 Dritte in 3:39:35 Stunden wurde.
9.500 Läuferinnen und Läufer starteten bei wieder vorbildlich organisierten Münster-Marathon, der damit zu den größten Veranstaltungen dieser Art in NRW zählt. Organisator Michael Brinkmann hatte wieder alle Register gezogen, um den Teilnehmern und den ca. 100.000 Zuschauern ein interessantes kulturelles Programm zu präsentieren. 300 Künstler sowie zahlreiche Musik- und Tanzgruppen entlang der Strecke sorgten für eine großartige Stimmung in der Domstadt.

Großen Anklang fand auch wieder das Mentorenkonzept, das die AOK Nordwest in Zusammenarbeit mit dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen im Vorfeld durchführte. Fast 1.000 Läuferinnen und Läufer hatten von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Der Erfolg: Alle kamen gesund ins Ziel und hatten viel Spaß dabei.